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Hilfeaktion für rumänisches Waisenhaus geht in die nächste Runde
Neun Freiwillige, 200 Fahrräder und ein riesiger LKW

Niederrhein. Am Samstag, 13. September, hievten neun Frauen und Männer der Tuwas-Genossenschaft eG, des Diakonischen Werkes Kirchenkreis Moers und Freunde mehr als 200 Fahrräder, eine Werkstatteinrichtung und jede Menge Gebrauchsgüter bis hin zu Matrazen in einen riesigen LKW. Von der Redaktion

Mehr als 1500 km legt er in fast dreitägiger Fahrt zurück, bis er im Bestimmungsort ist, dem rumänische Alesd.

Hintergrund: In Alesd werden die Räder zugunsten eines Waisenhauses verkauft: Eine Fahrradwerkstatt soll entstehen, in der Jugendliche aus dem Waisenhaus eine Lehre absolvieren können. Die Erlöse aus den künftigen Reparaturen gehen an das Waisenhaus. Aber zuerst muss das Dach der künftigen Fahrradwerkstatt saniert werden. "8000 Euro sind dafür nötig. Das Geld soll mit dem Verkauf der Fahrräder zusammenkommen. Wir danken allen Spendern für ihre Hilfe", sagt Horst Manja, Geschäftsführer der Wert.Arbeit GmbH und Aufsichtsratsvorsitzender der Tuwas Genossenschaft eG. Manja hat die Aktion mitorgansiert und kräftig Hand angelegt bei Transport der Fahrräder von Spendenden zum Fahrradreparaturbetrieb der Moerser Arbeitsloseninitiative "Malz". Dort wurden die Fahrräder auf ihre Straßenverkehrstauglichkeit überprüft und gegebenenfalls nachgebessert. Den Transport vom Niederrhein nach Rumänien finanzierte die Tuwas-Genossenschaft eG.

"Wir waren überrascht und sehr erfreut über die große Unterstützung aus Moers, aber auch aus der Region und bis weit darüber hinaus", sagt Rainer Tyrakowski-Freese, Leiter des Diakonischen Werkes Kirchenkreis Moers und Mitinitiator der Aktion. "In Rumänien werden Waisenhäuser staatlicherseits fast nicht unterstützt. Wir wollen mit der Aktion dazu beitragen, dass unsere diakonischen Partner in Rumänien die Finanzierung des Hauses auf sicherere Beine stellen und jungen Menschen in Alesd eine Zukunft ermöglichen können."

Das Diakonische Werk Kirchenkreis Moers hat bereits seit 2011 eine Partnerschaft mit dem evangelischen Kirchendistrikt Királyhágómellék.

Bei einem der gegenseitigen Besuche wurde deutlich, wie schlimm die Situation für Jugendliche aus den Waisenhäusern ist, die, wenn sie das Haus verlassen, mittellos und ohne Ausbildung auf der Straße stehen. Das soll sich durch diese Hilfe zur Selbsthilfe zumindest ein wenig ändern, so der Wunsch der Diakonie.

(Niederrhein Verlag GmbH)