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46. moers festival
„Spiel mit den Extremen“

Pressekonferenz moers festival
Pressekonferenz moers festival FOTO: König
Niederrhein. Am Donnerstagmittag verwandelte sich das Düsseldorfer Rheinufer kurzzeitig in ein Stück Moers. Tim Isfort, neuer künstlerischer Leiter des moers festivals, stellte zusammen mit seinem Team das Programm für das 46. Festival vor. Von Anja König

Flashmobartig wurden mit einem Mal riesige Plakate von der Rheinbrücke gelassen, vom Wasser aus machte ein Boot mit den Bandnamen Werbung für das Festival und auch die fürs moers festival so typischen Camper (dargestellt von Schauspielern des Moerser Schlosstheaters) ließen nicht lange auf sich warten und sorgten mit Trommeln und Ravioli aus der Dose für die entsprechende Atmosphäre. Der Musiker Achim Zepezauer verwandelte die Wortbeiträge in Echtzeit in eine Soundcollage und der Künstler Malte Jehmlich zeichnete live zur Pressekonferenz das neue Festivalplakat. Nur drei Monate hatte Tim Isfort Zeit, das Programm für Pfingsten auf die Beine zu stellen. Ziel dabei sei es gewesen, den Geist des Festivals aufzuspüren und Wege zu finden, die Idee von 1972 in die heutige Festivalzeit zu übertragen. "In Moers treffen sich Künstler im Koordinatensystem zwischen Avantgarde, zeitgenössischer Improvisierter Musik, Pop, Elektro, Punk, Noise, World, Free und Drone", so Isfort. Und so spielt auch das vorgestellte Programm mit den Extremen. Mit dabei: SWANS, die sich derzeit auf Abschiedstour befinden. In Moers bietet sich somit eine der letzten Gelegenheiten, die US-Legenden live zu erleben. Ausnahmevirtuosen wie Eric Lewis (ELEW) teilen sich den Backstage-Bereich mit der belgischen Punkband "Cocaine Piss". Superstars wie Brian Blade treffen auf junge Bands wie De Beren Gieren und Seitenblicke nach Myanmar oder in den Kongo schicken das Publikum auf Entdeckungsreise.

Zu den spannendsten Momenten gehören für Isfort die Orchesterstücke von Ingrid Laubrock - "Vogelfrei" in einer Europapremiere und "Contemporary Chaos Practices" in einer Weltpremiere.

Vom 2. bis 5. Juni dürfen sich die Besucher auf 24 Konzerte in der Festivalhalle freuen. Weitere musikalische Hauptacts werden in der Moerser Innenstadt wie z.B. in der St. Josef Kirche, in der "Röhre" oder im "Bollwerk" statt finden - teilweise kostenlos. Das Programm für die Moerser Innenstadt wird detailliert in einer weiteren Pressekonferenz am 21. April vorgestellt.

Das komplette Programm sowie alle weiteren Infos findet man online unter www.moers-festival.de

(Niederrhein Verlag GmbH)