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Zebras verlieren das Pokal-Achtelfinale gegen Paderborn mit 1:3
MSV belohnt sich nicht

Zebras verlieren das Pokal-Achtelfinale gegen Paderborn mit 1:3: MSV belohnt sich nicht
Schön anzuschauen, nur dabei wenig effektiv. Richard Sukuta-Pasu liegt akrobatisch in der Luft, trifft dabei aber nicht. FOTO: Volker Nagraszus
Duisburg. Der Traum vom Pokal-Viertelfinale ist ausgeträumt. Trotz guter Leistung verlor der MSV Duisburg sein Achtelfinal-Heimspiel am Ende deutlich mit 1:3 gegen spielstarke und effektive Paderborner. Gerade im ersten Durchgang ließen die Duisburger eine Reihe bester Chancen liegen.   Von Steffen Penzel

Torsten Lieberknecht setzte in Teilen wieder auf die Startelf des Darmstadt-Spiels. Allerdings musste Stanislav Iljutcenko zuerst auf der Bank Platz nehmen, für ihn startete etwas überraschend John Verhoek. Für den an der Wade verletzten Enis Hajri rotierte Andy Wiegel zurück in die Startelf.

Der MSV startete furios in die aus sportlicher und finanzieller Sicht so wichtige Partie. Es war gerade ein Viertelstunde gespielt, da hätten die aggressiv pressenden und enorm lauffreudigen Hausherren schon gut und gerne 3:0 führen können. Taten sie aber nicht, weil in der fünften Minute Ahmet Engin nach Sahnepass von Nielsen knapp nebens Tor chippte, dann Cauly Souza das Leder von der Strafraumgrenze ans Lattenkreuz nagelte (13. Minute) und der anschließende Kopfball von Verhoek ebenfalls nur ans Gebälk ging (23.). "Wir waren insgesamt die bessere Mannschaft mit mehr Spielanteilen und Chancen. Aber wir haben sie leider nicht gemacht", trauerte ein enttäuschter Gerrit Nauber den vergebenen Möglichkeiten nach. Und auch Paderborn-Coach Steffen Baumgartner gab nach dem Spiel  zu. "Zu Beginn der Partie haben wir ein paar Mal Glück gehabt." Nach der Dreifach-Chance nahmen die Duisburger einen Gang raus. Paderborn kombinierte flüssig, drückte nun mehr, spielte sich aber auch keine wirklich zwingenden Möglichkeiten heraus.  

In Durchgang zwei begann der MSV wie im ersten. Mit dem Unterschied, dass diesmal gejubelt werden durfte. In der 47. Minute brachte Souza einen Ball zentral auf den Kasten von Michael Ratajczak. Aber dem Ex-MSV-Keeper rutschte der Ball durch die Finger - 1:0 für den MSV. Die Freude bei den Duisburgern hielt jedoch nicht lange an. Denn Bernard Tekpetey, bester Paderborner auf dem Feld, ließ in der 52. Minute erst den zu passiven Andy Wiegel per Übersteiger stehen und dann Felix Wiedwald per Strich ins lange Eck keine Chance. "Da waren sie einfach offensiv und individuell richtig stark", musste auch Cauly Souza neidlos anerkennen.

Jetzt war die beste Offensivmannschaft der 2. Liga auf den Geschmack gekommen. In der 61. wurde Kai Pröger von Young-Jae Seo nicht konsequent angegangen und bedankte sich für den Freiraum mit einem satten Flachschuss zum 2:1 für die Gäste. Kurz darauf hatte Souza den Ausgleich auf dem Fuß, zielte frei vor dem SCP-Kasten mitten auf Ratajczak. Souza: "Wir haben ja sogar noch Chancen zum Ausgleich, waren da aber leider nicht abgeklärt genug." Und der SCP hatte immer noch nicht genug. Gegen nun immer offenere Zebras machte der zuvor eingewechselte Antwi-Adjei in der 76. Minute den Deckel drauf. Die nun platten MSV-Spieler mühten sich zwar, das Spiel noch zu drehen, aber die souveränen Gäste ließen nichts mehr anbrennen. "Die effektivere Mannschaft hat verdient gewonnen. Wir hatten ein paar Situation, die wir nicht sauber zu Ende gespielt haben", befand Torsten Lieberknecht.

Für den MSV heißt es nun, das Positive, und da gab es einiges von, aus der Partie mitnehmen und volle Konzentration auf die Liga. "Wir sind gut drauf und selbstbewusst. Jetzt müssen wir den Pokal abhaken und uns voll auf Fürth konzentrieren", denkt Cauly Souza schon an das Ligaspiel in Franken am Samstagmittag. Und auch sein Coach meint, dass es nun das Beste sei, "genau so wie momentan weiter zu machen." Nur eben in Sachen Konsequenz, da könne seine Elf noch nachbessern ...