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Immerhin stand die Null

Immerhin stand die Null
Die Defensive mit Enis Hajri machte ihre Sache ordentlich ... FOTO: Mark Bohla
Wedau. Der MSV Duisburg wartet weiter auf den ersten Heimsieg der Saison. Die Partie gegen Eintracht Braunschweig am Freitagabend endete torlos. Vor allem in der ersten Halbzeit war den Zebras anzumerken, dass sie alles daransetzten, nur ja kein Gegentor zu bekommen. Von Thomas Warnecke

Enis Hajri konnte zufrieden sein. Er war gefordert auf der rechten Abwehrseite, und er hat sie weitgehend dicht gehalten. Dicht halten, dem Gegner keine Räume bieten, das hatte Trainer Ilia Gruev von seiner Mannschaft gefordert. Dass von Hajri erwartete „ganz heiße Spiel“ war es deshalb nicht: Weil die Zebras auf keinen Fall in Konter laufen wollten, ging der Spielaufbau vorsichtig und nur sehr zögerlich vonstatten. Mit Hajri rechts, Wolze links, dem wieder genesenen Boris Tashchy vorne neben Kingsley Onuegbu stand wohl die derzeitige Bestbesetzung auf dem Platz. Die machte kein schlechtes Spiel in der ersten Hälfte wie zuletzt daheim gegen Kiel, sie machte nur kaum das Spiel – kurz, es war relativ langweilig. Einzige nennenswerte Chance war nach knapp einer halben Stunde ein Freistoß von Kevin Wolze, den Eintracht-Torhüter Fejzic an den Pfosten lenken konnte. Braunschweig hätte in der 42. Minute in Führung gehen können, doch der völlig frei stehende Valsvik trat über den Ball.

Auch Eintracht Braunschweig wollte mit einer Fünferkette vor allem hinten stabil stehen. „Letztendlich hat sowohl Duisburg als auch wir aus den Fehlern der letzten Partien gelernt, so dass sich beide neutralisiert haben“, befand Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht nach dem Spiel: „Der gegenseitige Respekt war spürbar“, weil keine der beiden Mannschaften als Verlierer vom Platz gehen wollte.

Die Stabilität immerhin schien den Zebras Selbstbewusstsein zu geben, denn nach der Pause spielte eine Viertelstunde lang fast nur der MSV, die Stimmung im mit 13.855 Zuschauern gefüllten Stadion heizte sich spürbar auf, doch für Duisburg kam nichts Zählbares dabei heraus. Tashchy hatte den Auftakt gemacht nach einer Stoppelkamp-Ecke in der 46. Minute; Souza und Stoppelkamp versuchten es mit Distanzschüssen. Ein Konter der Braunschweiger landete im Außennetz. Irgendwann ging dann auf beiden Seiten nicht mehr viel; das Zweitligadebüt von Lukas Daschner, der in der Nachspielzeit für den wirkungslos gebliebenen Fabian Schnellhardt kam, blieb eine Randnotiz.

Sollte Heidenheim am Sonntag in Kiel gewinnen, könnte der MSV auf den Relegationsplatz abrutschen. Für Ilia Gruev war es trotzdem ein gewonnener Punkt: „Unsere Verteidigung hat heute gut und seriös gearbeitet. Dabei war uns das Ergebnis am Ende wichtiger als eine besonders schöne Spielweise. Ich habe immer gesagt, dass wir kontinuierlich Punkte sammeln wollen, und wenn dieser Punkt heute die Basis dafür ist, dann bin ich zufrieden.“ Sonntag in einer Woche geht’s nach Kaiserslautern, das nach dem 1:1 auf St. Pauli weiter drei Punkte hinter dem MSV liegt.

(Niederrhein Verlag GmbH)