| 17.23 Uhr

MSV Duisburg gegen SV Sandhausen
Eine Einheit, drei Punkte!

MSV Duisburg gegen SV Sandhausen: Eine Einheit, drei Punkte!
Emotional Leadership: Fabian Schnellhardt und Moritz Stoppelkamp klatschen ab. FOTO: Volker Nagraszus
Meiderich. Die Null von Berlin soll Sicherheit geben für das Spiel gegen den SV Sandhausen (Samstag, 13 Uhr, Schauinsland-Reisen-Arena). Im Ligaendspurt ist beim MSV Duisburg Zusammenhalt gefragt. Von Thomas Warnecke

"Wir wollen gerne wieder gewinnen. Berlin war ein guter Schritt in die richtige Richtung", sagt Lukas Fröde. Der Sechser findet, der MSV habe bei Union ein "alles in allem gutes Spiel" abgeliefert und spricht von den "Tugenden" der Mannschaft, vor allem: "Geschlossen, als Einheit auftreten und alles reinwerfen."

Auch Ilia Gruev ist froh, "dass wir zu null gespielt und zu alter Stabilität zurückgefunden haben." So ganz deutlich will es keiner von beiden aussprechen, aber man kann heraushören: Bei den vier Niederlagen in Serie vorm Berlin-Spiel hat es wohl gemangelt an der Einheit im Team.

Aber jetzt scheint sie wieder da zu sein. Versichert jedenfalls Lukas Fröde. "Das Selbstvertrauen ist wieder gestiegen." Einfache technische und taktische Fehler, "die uns vorher nicht passiert sind", und auch Pech – "wir haben Tore bekommen, die wir zuvor nicht gekriegt haben" – macht er für die Pleitenserie verantwortlich. Den Vergleich zu seinem vorherigen Arbeitgeber Würzburg, wo es nach einer Superhindrunde steil bergab ging, möchte er gar nicht erst ziehen.

Auch Gruev denkt lieber positiv. Mit Wiegel zum Beispiel war er in Berlin sehr zufrieden; es sei nicht selbstverständlich, nach so langer Pause fast 90 Minuten durchzuspielen. "Aber das zeigt auch: Wenn die Mannschaft funktioniert, ist es für jeden einzelnen Spieler einfacher."

Ein Schock ist natürlich der Ausfall von Tim Albutat bis zum Saisonende, aber auch Glück im Unglück: "Als Tim gehört hat, dass er nicht operiert werden muss, war alles andere egal." Ansonsten sind mit dem Trainingseinstieg von Nico Klotz gestern wieder alle Mann an Bord.

Gruev erwartet gegen Sandhausen ein körperbetontes Spiel. "Die gehen schon ein aggressives Pressing, vor allem aus dem Mittelfeld", so Gruev. Es ist jedenfalls ein Duell auf Augenhöhe: Wie der MSV Duisburg hat auch der SV Sandhausen diese Saison bisher zehnmal gewonnen, achtmal unentschieden gespielt und elfmal verloren. Beim torverhältnis allerdings schneiden die Baden-Württemberger deutlich besser ab.

Mit immerhin neunmal zu null ist Mark Flekken immer noch weit vorne im Weiße-Weste-Ranking. Vor ihm nur, mit zehnmal zu null: Marcel Schuhen vom SV Sandhausen. Die Kurpfälzer haben mit nur 28 Gegentreffern die stärkste Defensive in Liga zwei.

Also wieder "Hauptsache, die Null steht?" "Ich plane ja nicht, dass wir nur hinten stehen und zu null spielen", sagt Gruev. "Wir wollen grundsätzlich gut verteidigen", sagt der MSV-Chefcoach. "Und wenn die solide Grundordnung stimmt, dann können wir auch gefährlich sein." Und fügt hinzu: "Wir gehen in jedes Spiel mit dem Ziel zu gewinnen." Das wollen die Zebrafans am Samstag sehen.

(Niederrhein Verlag GmbH)