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MSV Duisburg empfängt Holstein Kiel
Der Angstgegner kommt

MSV Duisburg empfängt Holstein Kiel: Der Angstgegner kommt
Da waren sie bedient: Die MSV Spieler um Ahmet Engin nach der herben 0:5-Klatsche in Kiel in der Vorsaison. FOTO: Nico Herbertz
Duisburg. So gerne der MSV Duisburg zuletzt auch gegen Arminia Bielefeld angetreten ist, desto weniger gerne misst er sich mit dem Team von Holstein Kiel. Die Störche, am Sonntag um 13.30 Uhr in der schauinsland-reisen-arena zu Gast, sind so etwas wie der Angstgegner der Zebras. Rund 13.000 Zuschauer werden erwartet. Von Steffen Penzel

Das nennt man dann wohl mal ein knackiges Abschlussprogramm: Mit Kiel, Heidenheim und dem Hamburger SV warten noch drei ordentliche Brocken auf den MSV in den letzten verbleibenden Spielen der Hinrunde. Und gerade an die Kieler haben die Duisburger nicht die allerbesten Erinnerungen. Dafür reicht ein Blick in die Vorsaison. Als Mannschaft der Stunde trat der MSV in der vergangenen Spielzeit im März in der Kieler Förde an - und nahm eine ganz bittere 0:5-Klatsche mit auf die Rückfahrt gen Süden. Und auch im eigenen Stadion hatten die Meidericher gegen die Nordlichter nichts zu bestellen und verloren 1:3.

Das soll diesmal anders werden. Die Zebras gehen mit der Empfehlung von fünf Pflichtspielen in Serie ohne Niederlage in die Partie gegen den Tabellenneunten. Nach dem 1:0-Auswärtssieg bei der Arminia hat der MSV die Abstiegsränge verlassen und ist auf Tuchfühlung zum Mittelfeld gegangen. Dazu musste Daniel Mesenhöhler im MSV-Kasten schon seit 360 Spielminuten nicht mehr hinter sich greifen. Auf die defensive Stabilität setzt MSV-Coach Torsten Lieberknecht auch gegen Kiel, die seit sechs Spielen ungeschlagen sind und vor denen er"allerhöchsten Respekt" hat: "Ich habe ja unsere Defensive zuletzt explizit gelobt. Aber jetzt gegen die starke Offensive der Kieler können wir defensiv unsere Meisterprüfung ablegen." Allerdings weiß er natürlich ebenfalls, dass auch seine Offensivabteilung in der Pflicht ist. "Gegen Kiel werden wir zu Chancen kommen - und die wollen wir nutzen."

Eine Einschätzung, die auch sein Stürmer Stanislav Iljutcenko teilt: "Kiel ist eine sehr offensive, sehr selbstbewusste Mannschaft, die aber ihre Schwächen in der Defensive hat." "Stana" erwartet eine "hitzige Partie" gegen die Norddeutschen, die seinem Team so gar nicht liegen. "Sie spielen eben einen sehr variablen, schwer auszurechnenden Fußball. Da haben viele Teams ihre Probleme mit. Entscheidend wird sein, wie wir gegen diesen Spielaufbau arbeiten."

Personell entspannt sich die Lage bei den Zebras etwas, weil mit Sebastian Neumann, Cauly Souza und Dustin Bomheuer zuletzt angeschlagene Spieler wieder am Start sind. Nicht mitspielen können dagegen Boris Tashchy und Thomas Blomeyer.

(Niederrhein Verlag GmbH)