| 21.02 Uhr

MSV verliert unglücklich mit 1:2 gegen Darmstadt
Bitterer Schlusspunkt

MSV verliert unglücklich mit 1:2 gegen Darmstadt: Bitterer Schlusspunkt
Letzte Chance vorbei: Torwart Mark Flekken köpft den letzten Ball des Spiels übers Tor. FOTO: Volker Nagraszus
Duisburg. Der MSV spielt gegen Darmstadt auf Augenhöhe. Eine Unachtsamkeit am Ende beschert der Frings-Truppe einen ziemlich glücklichen 2:1-Sieg. Von Steffen Penzel

Beide Teams gingen vor über 16.000 Zuschauern mit offenem Visier in die Partie. Abtasten, langer Ballbesitz im Mittelfeld? Fehlanzeige. Der MSV erspielte sich nach zehn Minuten ein Übergewicht und hatte durch den starken Cauly Souza auch direkt eine gute Chance zur Führung. Die Darmstädter warteten zunächst ab, konterten aber aus einer stabilen Ordnung heraus immer wieder gefährlich wenn sich die Hausherren zu Abspielfehlern hinreißen ließen.

Dann kam die Minute 25 - und die Arena bebte. Moritz Stoppelkamp hatte nach Fröde-Flanke den richtigen Riecher und lupft die zu kurz geratene Kopfballrückgabe von Sandro Sirigu zum frenetisch gefeierten 1:0 über den chancenlosen Daniel Heuer Fernandes in die Maschen.

Zehn Minuten später dann aber schon wieder die Ernüchterung im Zebra-Lager. Nachdem Dustin Bomheuer den Ball nicht richtig klären kann, ist Marvin Mehlem per Flachschuss ins linke, unter Eck zur Stelle - 1:1. So ging's dann auch in die Halbzeit. In Halbzeit zwei wog das Spiel zunächst hin und her, wieder offenes Visier. Erst hatte Fabian Schnellhardt, dann Artur Sobiech für Darmstadt, dann Moritz Stoppelkamp per Freistoß die Führung auf dem Fuß.

In der Schlussphase warf sich Mark Flekken in den Mittelpunkt der Partie. Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck hatte nach Nauber-Tackle auf den Elfmeterpunkt gezeigt. Der gefoulte Tobias Kempe schoss selber und scharf, aber Flekken war unten rechts zur Stelle. Und dam kam doch noch das bittere Ende: In der 88. kam der eingewechselte Ex-Duisburger Yannick Stark am langen Eck nach langer Flanke an den Ball und schlenzte ihn zur 2:1-Entscheidung in den Winkel. Der MSV presste noch mal mit letzter Kraft, aber mehr passierte nicht mehr.

Dementsprechend bedient schlichen die Zebras nach hartem Kampf in die Kabine. Borys Tashchy schepperte wütend vor die Kabinentür, Lukas Fröde zuckte ratlos mit den Schultern und selbst der dauerlächelnde Tugrul Erat fand keinen Grund zum Lächeln. Draußen feierten die Fans ihr Team für einen couragierten und kämpferisch sehr starken Auftritt lautstark. "Wahnsinn, die Fans sind voll dabei. Die haben gesehen, dass wir uns voll reingehauen haben", freute sich Lukas Fröde über die bedingungslose Unterstützung von den Rängen. Währenddessen haderte Tugrul Erat mit dem späten Gegentor. "Wir waren auf Augenhöhe. So ein Ding dann in der 88. zu bekommen - das ist ganz bitter und einfach schade."

Blumen gab's dann noch von Torsten Frings. "Wir haben gegen einen ganz starken Gegner glücklich gewonnen."

(Niederrhein Verlag GmbH)