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Max Milde sorgt für Furore

Max Milde sorgt für Furore
Max Milde musste sich bei den Europa- und Afrikameisterschaften nur Guy Firer aus Israel geschlagen geben. FOTO: Milde
Rumeln. Max Milde hat Geschichte geschrieben. Der 16-jährige Rumelner sicherte sich den 2. Platz bei den Europa- und Afrikameisterschaften der Wakeboarder in Mailand - und ist damit der Jüngste, der es jemals in der offenen Männerwertung bei so einem Event aufs Podium geschafft hat. Von Steffen Penzel

Dass Max Milde Talent auf dem Wakeboard hat, ist jetzt nicht die neueste aller Erkenntnisse. Aber dass der amtierende Junioren-Europa/Afrikameister und U15-Vizeweltmeister es schaffen würde, die versammelte Weltspitze der Herren, inklusive des amtierenden Welt- und Europa/Afrikameisters Guy Firer aus Israel, so sehr unter Druck zu setzen, hätten nur die Wenigsten geglaubt. Aber genau das ist passiert.

Bevor Max Milde durch das Starterfeld der Herren pflügte, gab es in Mailand allerdings erstmal eine Enttäuschung. Zwei Stürze im Finale der Juniorenkonkurrenz bedeuteten Platz 6 - nicht das, was der Schüler des Rumelner Albert-Einstein-Gymnasiums sich vorgenommen hatte. Aber auf den Rückschlag sollte ein phänomenaler Erfolg folgen. In der mit lauter Weltklassefahrern besetzten Herren-Konkurrenz sorgte Max Milde für Furore. Runde für Runde steigerte er sich. "Schon alleine die Tatsache, dass er sich bei den Herren für das Finale qualifiziert hatte, war ein Riesenerfolg", berichtete Vater Peter Milde nach der Rückkehr aus Mailand. Peter Milde sah, wie sein Sohn mit vollem Risiko und ohne Rücksicht auf Verluste das Teilnehmerfeld in Grund und Boden fuhr.

Und damit hört er auch nicht im Finale auf. Gleich beim ersten Final-Run setzte er alles auf eine Karte und landete auch seine härtesten Tricks sauber. Sein Treffer saß - und die versammelte Weltelite staunte ungläubig, was der 16-Jährige da so aufs Wasser zwirbelte. "Da waren die anderen Fahrer richtig nervös, damit hatten sie wahrlich nicht gerechnet", freute sich Peter Milde über den gelungenen Coup seines Sohnes.

Ein Finalteilnehmer nach dem anderen biss sich an Max' Wertung die Zähne aus. Alle, bis auf einer. Weltmeister Guy Firer fuhr noch stärker als Milde und sicherte sich den obersten Treppchen-Platz. "Nach dem Junioren-Wettbewerb war ich echt enttäuscht. Aber Platz zwei bei den Open-Men ist einfach mega", freute sich Max Milde über seinen Vizetitel, der in Mailand erst schon nach seinem letzten Lauf im Wasser mit seinen Mannschaftskollegen und dann bis tief in die Nacht auf der Abschlussparty gefeiert wurde.

(Niederrhein Verlag GmbH)