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„Kalli“ bringt den Lintforterinnen Glück

„Kalli“ bringt den Lintforterinnen Glück
„Kalli“ und die Spielerinnen des TuS Lintfort feiern den so wichtigen Heimsieg. FOTO: Tus Lintfort
Niederrhein. Handball aus der Region: Die Frauen des TuS Lintfort fahren wichtigen Heimsieg ein, der VfB Homberg wächst gegen Aldekerk über sich hinaus, und die Wölfe sowie Aufsteiger MTV Rheinwacht kassieren Pleiten. Von Steffen Penzel

In einem wahren Offensivspektakel haben die Regionalliga-Handballer des VfB Homberg zwei so nicht eingeplante aber ganz wichtige Punkte im Kampf um den Anschluss ans obere Tabellendrittel eingefahren. Gegen die Mannschaft der Stunde, den TV Aldekerk, ballerte sich die Truppe von Trainer Achim Schürmann zu einem verdienten 38:36-Heimsieg gegen den TVA. Vor gut gefüllten Zuschauerrängen sah Schürmann "einen offenen, temporeichen Schlagabtausch." Wie beim Boxen sei es zugegangen, so Schürmann, "nur, dass beide Boxer dabei allzu oft die Deckung vergaßen." Angeführt vom klug Regie führenden Andreas Wink und dem starken neunfachen Torschützen Mirko Krogmann sowie Robin Werner, der nicht nur sechs Mal traf, sondern auch die wichtigen Treffer im engen Abschnitt zwei erzielte, gaben die Schwarz-Gelben die richtige Antwort nach dem ganz schwachen Auftritt der Vorwoche. "Wir waren nach dem desolaten Auftritt eine Reaktion schuldig - und die haben wir gezeigt", jubelte Mirko Krogmann nach dem Abpfiff.

Gar nichts zu jubeln gab es für den MTV Rheinwacht Dinslaken, der bei seinem Gastspiel beim Tabellenletzten in Königshof leichtfertig und unnötig zwei Punkte verschenkte und mit einer 28:29-Niederlage die Heimreise antreten musste. Eine Drei--Tore-Führung 15 Minuten vor Schluss reichte den behäbig spielenden Gästen gegen schwache Hausherren nicht. Am Ende einer hitzigen Partie kam's ganz dicke, als sich Rheinwacht zwei Sekunden vor dem Abpfiff das 28:29 einfing.

Kein Land sahen die Wölfe Nordrhein bei ihrem Gastspiel in Korschenbroich. Dabei gingen gerade die ersten 30 Minuten gründlich in die Hose. "Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren", fand auch Wölfe-Coach Alexander Tesch, dessen Team in Durchgang zwei zwar kurzfristig noch mal in Schlagdistanz kam, am Ende den Hausherren aber nichts entgegen zu setzen hatte.

Das so dringend benötigte Erfolgserlebnis gab es dagegen für die Frauen des TuS Lintfort in der 2. Bundesliga. Das Maskottchen der Landesgartenschau 2020, "Kalli", hatte bei seinem Besuch des Heimspieles des TuS Lintfort das nötige Glück mitgebracht und bescherte den Gastgeberinnen einen verdienten 28:22 Erfolg gegen die Füchse aus Berlin. "Wir mussten nach vier Niederlagen unbedingt was ändern, und so war ich schon froh, dass Kalli Zeit hatte", freute sich TuS Trainerin Bettina Grenz-Klein über den Besuch des Glücksbringers. Knapp 400 Zuschauern sahen an der Eyller Straße in Halbzeit eins einen offenen Schlagabtausch. Nach dem Seitenwechsel gab es dann wechselnde Führungen, Berlin erspielte sich Vorteile und führte zehn Minuten vor dem Ende mit 19:18. Aus diesem Rückstand machte Lintfort aber in nur fünf Minuten eine klare 25:19 Führung. Damit war das Spiel entschieden und der lange ersehnte nächste Sieg geschafft. "Die tolle Einstellung hatte sich schon im Laufe der Woche angedeutet, als klar war, dass Tatjana van den Broek wieder zurück ins Team kehren wird. Das hat uns den nötigen Kick gegeben und sie wurde ja auch von den Fans unglaublich empfangen", freute sich Grenz-Klein nach dem Spiel.

Matchwinnerinnen beim TuS waren die zehnfache Torschützin Loes Vandewal und vor allem Torhüterin Sabrina Romeike, die mit zahlreichen Paraden großen Anteil am Erfolg hatte.

(Niederrhein Verlag GmbH)