| 17.18 Uhr

Zur Zukunft des Landestheater Burghofbühne
Rotstift an der falschen Stelle

Zur Zukunft des Landestheater Burghofbühne: Rotstift an der falschen Stelle
FOTO: NVM
Kreis Wesel. Liebe Kreistagsvertreter von CDU, Grüne und FDP/VWG. Vorweg: Ich verstehe, dass der Rotstift mitunter an Stellen angesetzt wird, die weh tun. Von Steffen Penzel

Und ich verstehe auch, dass es da keine Heiligen Kühe gibt. Lobend wäre auch zu erwähnen, dass Sie die, mitunter finanziell am Abgrund stehenden, Kommunen des Kreises nicht mit einer erneut erhöhten Umlage schockieren wollen – bzw. diese im erträglichen Rahmen halten wollen. Aber, warum spricht man nicht direkt mit der Burghofbühne über ein verändertes Etatmodell, an dessen Ende das Landestheater auch überleben könnte? Und warum um alles in der Welt glauben Sie denn, dass der Regionalverband, das Land NRW oder, noch illusorischer, die Stadt Dinslaken einspringen und mal eben 290.000 Euro per anno locker machen könnte?? Mit Verlaub: Das klingt nach einer billigen Variante von Probleme abwälzen. Ich bin wahrlich kein kultureller Feingeist. Aber eine Sache habe ich schon lange verstanden: Eine Gesellschaft braucht den Diskurs, der so nur im Theater stattfindet. Und: Die Burghofbühne geht mit ihrer Arbeit, gerade im Kindergarten- und Schulbereich, da hin, wo ganz viele andere schon lange nicht mehr hinkommen. Ich denke wirklich nicht, dass man das einfach so wegschmeißen sollte...