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Steffen Penzel über seinen neuen Job
Das Kehrblech des Citylaufs

Steffen Penzel über seinen neuen Job: Das Kehrblech des Citylaufs
FOTO: NVM
Dinslaken. Am Sonntag war ich das Kehrblech beim Sparkassen-Citylauf. Ich hatte die Ehre, sowohl beim Bambini-Marathon als auch beim Schülerlauf, die Reste der Laufgruppen aus Kindergarten und Schule meiner Söhne einzusammeln und sie mit viel Überzeugungsarbeit und Tricks in Richtung Zieleinlauf zu bugsieren. Von Steffen Penzel

Fazit: es hat geklappt. Und es war so lustig. Der Bambinimarathon verlief ohne Vorkommnisse. Die kleinen Sprinter waren vielmehr enttäuscht, dass der Spaß nach 421 Metern schon wieder vorbei war. Beim Schülerlauf über 2,5 Kilometer sah die Welt dann schon anders aus. Vom kurz bevor stehenden Herzinfarkt über vorgetäuschte Knöchelverstauchungen bis hin zum schlichten Klassiker "Ich kann einfach nicht mehr" war alles dabei.
Ein Fall war allerdings etwas hartnäckiger. Während er mich nahezu pausenlos zuplapperte, genügend Luft war also noch vorhanden, fiel ihm ein, dass sein Tagewerk nach Kilometer eins eigentlich vollbracht sei. Also ließ er sich der Länge nach auf den Boden plumpsen - und da blieb er dann auch erstmal. Alles gute Zureden half nicht. Dann hab ich den, pädagogisch vermutlich nicht ganz wertvollen, Klassiker rausgeholt. "Gartenschüler geben nicht auf, das weißt du doch. Und außerdem: Das war jetzt schon der dritte Bruchschüler, der uns überholt hat." Das saß. Das wollte unser junger Schauspielschulen-Aspirant nicht auf sich sitzen lassen. Und ich vermute: Kilometer zwei war der schnellste seiner noch jungen Läufer-Karriere...