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Ein Hauch von Luxus
Die neue Wahlleistungsstation des St. Bernhard-Hospitals

Ein Hauch von Luxus: Die neue Wahlleistungsstation des St. Bernhard-Hospitals
Willi van Stiphoudt (2.vl.), Pflegedirektor, und der Kaufmännische Direktor Josef Lübbers stellten am Mittwoch die neu gestalteten Räumlichkeiten der Wahlleistungsstation vor: Hier das Bett mit TV-Cockpit und der Kloster Kamp-Tapete im Hintergrund. FOTO: cb
Kamp-Lintfort. Nach einem Jahr Umbauzeit zogen diesen Freitag die ersten Patienten auf die Wahlleistungsstation in der sechsten Etage des St. Bernhard-Hospitals. Von Claudia Basener

Betritt man die Wahlleistungsstation fällt der erste Blick aufs Kloster Kamp. Es ist das Leitmotiv bei der Innenraumgestaltung gewesen und befindet sich auf den Drucktapeten, die Flure und Zimmer bebildern. Alles ist in warmen Gelbtönen gehalten, beinahe könnte man vergessen, dass es sich hier um ein Krankenhaus handelt.

2,5 Mio. Euro hat der Umbau dieser Station gekostet. In den 24 Krankenzimmern mit einem oder zwei Betten finden bis zu 38 Wahlleistungs-Patienten aller operativen Bereiche des Hauses Platz. Wahlleistungs-Patienten sind nicht nur Privatpatienten. Auch Zusatzversicherte, Knappschaftsmitglieder und Zuzahler können in eines der mit viel Liebe zum Detail ausgestatteten Zimmern mit dem fantastischem Blick über den Park des Hospitals einziehen.

TV-Cockpits direkt am Bett, einen eigenen Kühlschrank, Cocktailsessel, ein Badezimmer mit vielen Extras sollen hier den Krankenhausaufenthalt so angenehm wie möglich gestalten. Bei Zimmern für demente Patienten gibt es zusätzlich noch unterstützende Farbelemente wie z.B. eine rote Toilettenbrille.
Die Krankenzimmer liegen auf der Südseite der sechsten Etage, die 15 Funktions- und Arbeitsräume auf der Nordseite. Es gibt einen Loungebereich mit Kaffeeautomat und Getränkeangebot, eine Teeküche sowie viel Platz fürs Personal.

Den Unterschied macht aber nicht nur die Ausstattung der Station, sondern auch der Service. Es gibt ein rollendes Buffet, von dem Frühstück, Kaffee und Kuchen sowie Abendessen von extra Servicekräften aufs Zimmer gebracht werden. Beim Mittagessen kann der Patient aus sieben Spezialitäten auswählen.
Was sich nicht von den anderen Stationen unterscheidet, sei die Pflege. "Es darf pflegerisch keinen Unterschied in der Versorgung von Patienten geben", betont Pflegedirektor Willi van Stiphoudt.

Damit sich das Pflegepersonal voll und ganz der Pflege widmen kann, wurden die Abläufe im Haus umstrukturiert, es gibt nun eine Logistik, die administrative Aufgaben übernimmt. "Wir wollen bessere Arbeitsbedingungen schaffen, von denen letztendlich auch der Patient profitiert", so Josef Lübbers, kaufmännischer Direktor.
Vor fünf Jahren wurde ein baulicher Zielplan für die Sanierung des Krankenhauses erarbeitet. Im ersten Schritt wurde das Facharztzentrum fertigstellt, der zweite sieht die Sanierung des Bettenhauses und der Süd-Fassade (Kostenpunkt 10. Mio Euro) vor. Davon sind nun 50 % umgesetzt. Zum Teil wurde bereits Schritt 3 (Anpassung der Funktionsbereiche) aufgrund der hohen Nachfrage angegangen. Man liege also voll im Zeitplan, der vorsehe, dass bis 2019 alle Maßnahmen erfolgreich abgeschlossen werden, so Lübbers. Als Nächstes steht der Umbau des zweiten Obergeschosses an, danach folgt das fünfte.