| 15.31 Uhr

Zum Ende des Steinkohlebergbaus

Zum Ende des Steinkohlebergbaus
Szene aus dem Film „Was wird bleiben“. FOTO: Frederik Göke
Moers. Am 21. Dezember endet die Ära des deutschen Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet. Dann schließt als letzte Zeche auch Prosper-Haniel in Bottrop.

Damit geht eine rund 200-jährige Geschichte zu Ende, die über mehr als ein Jahrhundert hinweg auch Mensch und Landschaft am Niederrhein geprägt hat.

Die Vereine 100 Jahre Kolonie Meerbeck e.V. und der Grafschafter Museums- und Geschichtsverein in Moers e.V. sowie Filmregiesseur Frederik Göke laden anlässlich des Ende des deutschen Steinkohlebergbaus am Freitag, 21. Dezember, ab 18 Uhr in die Fördermaschinenhalle des Industriedenkmals Rheinpreußen Schacht IV (Zechenstraße 50 in 47443 Moers) herzlich ein. Um 19 Uhr werden die Bergleute des Knappenchors Rheinland bei Kerzenschein ein stimmungsvolles Konzert in der Fördermaschinenhalle geben. Beide Vereine freuen sich ferner auf die Premiere des Dokumentarfilms "Was wird bleiben?" von Frederik Göke, den er gemeinsam mit dem Kameramann Andre Turcan gedreht hat. Ermöglicht wurde diese Produktion durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur sowie der Ruhr Tourismus GmbH. In der rund 40-minütigen Vorführung kommen Bergleute aus der Region zu Wort, deren Erinnerungen zum Teil noch die Zeit während des Zweiten Weltkrieges mit einschließen. Vor allem aber berichten sie von der Nachkriegszeit, als rauchende Schornsteine als Zeichen für den Aufschwung und nicht für Umweltzerstörung wahrgenommen wurden und von einem besonderen Verständnis für Gemeinschaft und Zusammenhalt, von einem "Wir-Gefühl", das unserer Gesellschaft nicht verloren gehen sollte.

Da der Schacht IV nicht beheizt wird, empfehlen die Veranstalter warme Kleidung, insbesondere Schuhe. Bei einem Gläschen Glühwein von Michael Zajuntz besteht die Möglichkeit sich von innen aufzuwärmen. Der Eintritt ist frei.

(Niederrhein Verlag GmbH)