| 10.13 Uhr

Nachbarschaftshilfe Hülsdonk

Nachbarschaftshilfe Hülsdonk
Detlef Blumberg, Elmar Scharper, Hinrich Kley-Olsen, Renate Watty und Siegfried Zakrzewski (nicht im Bild: Birgit Arndt und Joachim Janßen) wollen eine Nachbarschaftshilfe in Hülsdonk aufbauen. FOTO: König
Moers. Sei es aus Alters- oder Krankheitsgründen oder aus anderen Notsituationen heraus - die Gründe können vielfältig sein, warum Menschen auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Schön, wenn es in solchen Fällen eine gut funktionierende Nachbarschaftshilfe gibt. Von Anja König

Anfang 2017 wurde das ZWAR Netzwerk Hülsdonk gegründet. ZWAR steht für Zwischen Arbeit und Ruhestand. In ZWAR-Gruppen organisieren sich Menschen ab 55 Jahren mit dem Ziel, neue Menschen kennenzulernen und den Ruhestand neben gemeinsamer Freizeitbeschäftigung sinnvoll im Einsatz für andere zu nutzen. Bei der Eröffnungsveranstaltung in der Begegnungsstätte Haus am Schwanenring wurden zunächst Ideen für zukünftige Aktivitäten und Angebote gesammelt. Auch Siegfried Zakrzewski nahm an der Versammlung teil, er hatte die Idee zur Gründung einer Nachbarschaftshilfe in Hülsdonk. "Manchmal bedarf es nur ein paar einfacher Handgriffe, um anderen Menschen zu helfen. Sei es, dass man Hilfe beim Aufhängen der Gardinen benötigt oder eine Birne gewechselt werden muss, man selbst aber nicht mehr auf eine Leiter steigen kann", erläutert Zakrzewski. "Dabei denke ich auch an meine Zukunft. Später freue ich mich vielleicht auch über Hilfe von Nachbarn." Um Mitstreiter sowie Menschen, die Hilfe benötigen, zu erreichen, wurden 1.700 Flyer gedruckt, in die Hülsdonker Haushalte verteilt und an öffentlichen Stellen ausgelegt. Sechs Personen haben sich so zunächst gefunden, die nun die Nachbarschaftshilfe in Hülsdonk nach und nach aufbauen wollen. Angeboten werden sollen Begleitung bei Behördengängen, Einkäufen, Arztbesuchen oder kulturellen Veranstaltungen. Die Nachbarn wollen bei kleinen Reparaturen im häuslichen Umfeld ebenso behilflich sein, wie bei der Weitervermittlung von Kontakten bei besonderen Problemen. Auch Besuche zu Hause sind möglich , um Gespräche zu führen, vorzulesen und Hilfe beim Schriftverkehr zu leisten. "Allerdings müssen wir auch klare Grenzen ziehen", so Zakrzewski. "Wir wollen auf keinen Fall mit Handwerkern oder Unternehmen in Konkurrenz treten." Putztätigkeiten, Wohnungsrenovierung, Umzugshilfen und alles, wofür professionelle Hilfe erforderlich wäre, wird von der Nachbarschaftshilfe nicht geleistet.

Angebunden ist die Nachbarschaftshilfe an die Begegnungsstätte Haus am Schwanenring. Deren Leiter Hinrich Kley-Olsen sieht in dem Angebot noch viel mehr als "nur" nachbarschaftliche Unterstützung: "Solch eine Hilfe kann dazu beitragen, dass Menschen nicht vorzeitig aus der eigenen Wohnung ausziehen müssen, weil kleinere aber notwendige Verrichtung selbst nicht bewältigt werden können!"

Wer die Nachbarschaftshilfe in Anspruch nehmen möchte, meldet sich bei der Begegnungsstätte Haus am Schwanenring, Ruf: 02841/27672 oder schwanenring@kgm-moers.de

Wer sich selbst in der Nachbarschftshilfe Hülsdonk engagieren möchte, meldet sich bei Siegfried Zakrzewski, Ruf: 02841/28326 oder siegfried.zakrzewski@live.de

Das nächste Treffen ist am 9. Mai um 17 Uhr in der Begegnungsstätte. Interessierte sind herzlich eingeladen.

(Niederrhein Verlag GmbH)