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Landesgartenschau 2020
Vom Paradiesgarten zum Central Park

Landesgartenschau 2020: Vom Paradiesgarten zum Central Park
Szenenbild der LAGA 2020: BBZL aus Berlin. FOTO: BBZL
Kamp-Lintfort. Ein wichtiger Meilenstein für die Landesgartenschau 2020 ist erreicht. Das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Gerd Aufmkolk aus Nürnberg kürte am 26. Januar, nach zwei Tagen intensiver Beratung, die Preisträger im Landschaftsplanerischen Wettbewerb zur Landesgartenschau 2020.

Erster Preisträger ist das Büro Prof. Dipl.-Ing. Ulrike Böhm, Prof. Dipl. Ing. Katja Benfer, Dr.-Ing. Cyrus Zahiri Landschaften Städtebau (BBZL) aus Berlin. "Die Leitidee diese Konzepts entwickelt sich aus der stadtprägenden Struktur der Goorley: So werden grüne Loggien am Wandelweg und ein grüner Rücken aus baumbestandenen Flächen östlich der Bahnlinie geschaffen und die vielen verschiedenen Schauflächen mit dem Park- und Wiesenraum sehr gut verzahnt", lautete das Fazit des Preisgerichts nach intensiver Prüfung und Diskussion aller 15 eingegangenen Entwürfe.

Erster Preisträger ist das Büro Prof. Dipl.-Ing. Ulrike Böhm, Prof. Dipl. Ing. Katja Benfer, Dr.-Ing. Cyrus Zahiri Landschaften Städtebau (BBZL) aus Berlin. "Die Leitidee diese Konzepts entwickelt sich aus der stadtprägenden Struktur der Goorley: So werden grüne Loggien am Wandelweg und ein grüner Rücken aus baumbestandenen Flächen östlich der Bahnlinie geschaffen und die vielen verschiedenen Schauflächen mit dem Park- und Wiesenraum sehr gut verzahnt", lautete das Fazit des Preisgerichts nach intensiver Prüfung und Diskussion aller 15 eingegangenen Entwürfe.

Der Kopf der LAGA GmbH (v.l.): Kämmerer Martin Notthoff, RAG MI Projektleiter Hermann Timmerhaus, Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt und LAGA-Geschäftsführer Heinrich Sperling mit Wettbewerbsgewinnerin Prof. Dipl.-Ing. Ulrike Böhm aus Berlin. FOTO: Stadt Ka-Li

Besonders abgehoben von den anderen Teilnehmern hat sich das Team des Büros BBZL nicht nur dadurch, dass hier alle planerischen Vorgaben der Stadt ausnahmslos berücksichtigt wurden. Alleinstellungsmerkmale sind auch die Anbindung an die Altsiedlung und die durchweg barrierefreie Begehbarkeit des Parks für die Bürger. Im Gegensatz zu einigen anderen Entwürfen wurde hier das Kloster Kamp behutsam in die LAGA 2020 eingebunden. Begeistert war die Jury zudem von der Umsetzung des Green Fab Lab, einem Experimentierfeld für Studenten der Hochschule Rhein-Waal. Hier können sie verschiedenste Themen aus Umwelt und Natur erforschen und für sich gestalten. Dieses Gelände wird der Hochschule auch nach der LAGA weiterhin dauerhaft zur Verfügung stehen.
"Die große Herausforderung für die Planer war es, einerseits für hunderttausende Besucher der Landesgartenschau 2020 ein hochattraktives Ausstellungsgelände zu entwickeln und andererseits die planerischen Grundlagen des neuen Stadtquartiers 'Friedrich Heinrich‘ für die Zeit nach der Gartenschau zu schaffen", fasst Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt die schwierige Aufgabenstellung zusammen. "Das ist dem Siegerentwurf hervorragend gelungen. Der Kamper Berg mit seinem schon heute einzigartigen Gartenreich wird - ohne dies selbst anzutasten - noch einmal aufgewertet durch einen zusätzlichen baumgesäumten 'Paradiesgarten‘. Über den von zahlreichen Attraktionen in den 'grünen Loggien‘ begleiteten Wandelweg, der links und rechts der Goorley geführt wird, erreicht man das zentrale Ausstellungsgelände im Herzen mit seinem riesigen Stadtpark, gleichsam unser neuer 'Central Park‘."

Die Preisträger hätten das Landschaftsbauwerk als Chance für eine abwechslungsreiche und harmonisch durch Erhöhungen und Einschnitte gegliederte Gestaltung des Zechenparks begriffen, so Landscheidt weiter. Damit sei nicht nur eine gute Basis für die zentrale Fläche der Gartenschau gelegt, sondern der Siegerentwurf zeichne sich insbesondere dadurch aus, dass nach der Gartenschau ohne nennenswerte Veränderungen ein attraktiver innerstädtischer Park verbliebe, der die umgebenden Stadtteile perfekt verbinde. Gerade auf diese enge Anbindung mit offenen Zugängen und Sichtachsen von der Alt- und der Beamtensiedlung sowie von der Innenstadt hätten die Preisrichter größten Wert gelegt.

Plan des ersten Preisträgers. FOTO: BBZL

Auch Martin Notthoff, Kämmerer und Geschäftsführer der LAGA GmbH, zeigte sich mit dem Ergebnis des Wettbewerbs sehr zufrieden: "Jetzt haben wir erstmals ein Bild vor Augen, wie die Flächen gestaltet werden sollen und was man 2020 in Kamp-Lintfort erleben kann."

Von September bis kurz vor Weihnachten hatten die Büros im vergangenen Jahr Zeit, ihre Entwürfe zu entwickeln. Dem vorangegangen war eine europaweite Ausschreibung. Jetzt steht die Stadt in Verhandlungen mit dem Gewinnerbüro, um dessen Wettbewerbsentwürfe in eine noch konkretere Ausführungsplanung zu überführen, damit die Baumaßnahmen für die LAGA 2020 schon bald beginnen können.