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Kino für Kamp-Lintfort
"Hall of Fame" soll vor Weihnachten eröffnen

Kino für Kamp-Lintfort: "Hall of Fame" soll vor Weihnachten eröffnen
Das Dach ist drauf, jetzt geht’s darum, von innen heraus schnell zu arbeiten: Zum Beispiel benötigen die Kinosäle eine spezielle Unterkonstruktion. FOTO: cb
Kamp-Lintfort. Noch vor Weihnachten sollen in der "Hall of Fame" die ersten Filme laufen. Einen konkreten Termin für die Eröffnung des Kinos gibt es allerdings noch nicht. Der Grund: Benötigte Materialien, die gerade auf dem Markt nicht erhältlich sind, sorgen für Verzögerung auf der Baustelle. Von Claudia Basener

Es ist sicherlich eines der spannendsten Projekte in unserer Region: Kamp-Lintfort bekommt endlich sein Kino. Auf der rund 5000 Quadratmeter großen ehemaligen Fläche des 2012 geschlossenen Bergwerks West sind die Bauarbeiten im Gange - leider nicht immer im vollen - denn auch hier sind die Auswirkungen der aktuell guten Baukonjunktur spürbar: "Benötigtes Material kann derzeit nicht geliefert werden", erklärt Betreiber Meinolf Thies, so seien zum Beispiel Fassadenendstücke gerade nicht auf dem Markt erhältlich. Auch fehlende Manpower sei ein Problem: Kämen Krankmeldungen rein, könne kein Ersatz besorgt werden, da das Handwerk gerade "mega ausgelastet" sei. Trotzdem hält Thies die Eröffnung vor Weihnachten noch für realistisch, wenn in den kommenden acht Wochen "alles fluppt": "Wir sind ja dank der trockenen Monate bisher gut vorangekommen. Das Dach ist drauf, nun geht es darum, von innen heraus schnell voranzukommen. Wir werden alles dafür tun, dass wir vor Weihnachten eröffnen."

Wenn's dann soweit ist, können sich Cineasten auf ein hochmodernes Multiplexkino mit allen Annehmlichkeiten freuen. Es wird sieben klimatisierte Kinosäle geben, der größte fasst 205, der kleinste 80 Gäste. In allen Sälen werden in der jeweils ersten Reihe sog. Chaise Lounge Sessel eingebaut. Diese werden leicht nach hinten geneigt sein, um in der sonst so unbeliebten vordersten Front ein komfortables Kinoerlebnis zu ermöglichen. Zwischen "Parkett" und "Loge" werde kein Unterschied im Sitzkomfort gemacht: Gepolsterte Armlehnen, breite Sitzflächen und Kopfstützen werden Standard! Kleine Holztische zwischen den Sitzen runden das Gesamterlebnis ab.
Wer den Film am ganzen Körper spüren möchte, kann einen D-BOX-Motion-Seat buchen. In zwei Sälen sollen insgesamt 22 dieser einzigartigen, sich mit dem Film mitbewegenden Sitze zum Einsatz kommen.
Kinosaal 1 geht zudem mit einem Hochleistungs-RGB-Laserprojektor an den Start, auf der Homepage des Kinos heißt es dazu: Gestochen scharfe Bilder! Brillanter Kontrast! Sensationelle Farben! Superhelles Bild!
Ein hochmodernes DOLBY ATMOS-Tonsystem soll außerdem in den Kinosäle 1 und 4 für "3-D für d