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Spar- und Bauverein Friemersheim kauft altes Bahnhofsgebäude
Bürger-Bahnhof Friemersheim

Spar- und Bauverein Friemersheim kauft altes Bahnhofsgebäude: Bürger-Bahnhof Friemersheim
Das alte Bahnhofsgebäude in Friemersheim - seit Jahren steht es ungenutzt leer, das soll sich bald ändern. FOTO: TV
Rheinhausen. Seit Jahren hat der Spar- und Bauverein Friemersheim Interesse signalisiert, das alte Bahnhofsgebäude an der Windmühlenstraße in Friemersheim zu kaufen. Jetzt ist man sich mit der DB Immobilien handelseinig geworden. Von Thorsten Vermathen

Hinter dem Begriff "Bürger-Bahnhof Friemersheim" verbirgt sich ein Konzept des Spar- und Bauvereins Friemersheim, welches jetzt angegangen werden kann. Der Vorstandsvorsitzende des Bauvereins, Dietmar Vornweg, teilte jüngst mit, dass der Vertrag mit der DB Immobilien über den Erwerb des alten, seit Jahren leer stehenden, Bahnhofsgebäudes in Friemersheim in "trockenen Tüchern" sei. Etwas mehr als 100.000 Euro hat der Bauverein für die kernsanierungsbedürftige Immobilie auf den Tisch gelegt.

"Wir wollen das historische, unter Denkmalschutz stehende Gebäude aus seinem Dornröschenschlaf erwecken und einer modernen Nutzung mit Medien-, Gastronomie- und Kulturbetrieb zuführen", so Vornweg und ergänzt: "Der Bürger Bahnhof soll in vielfältiger Weise wieder ein zentraler Dreh- und Angelpunkt des Ortsteils werden."

Das Gebäude teilt sich im Grunde in drei Bereiche: links der alte Kneipenraum, in der Mitte die Durchgangshalle und rechts der zweistöckige Dienstbereich. "Für den Kneipenbereich können wir uns ein "Bürger Café" vorstellen – eine Gastronomie mit bezahlbarem Speisen- und Getränkeangebot, mit kleinem Veranstaltungssaal für `Unplugged´-Konzerte, Kleinkunst- und Theaterveranstaltungen, und der Möglichkeit paralleler TV- und Audio-Aufzeichnung", berichtet Vornweg. Auch ein Bücherschrank könne hier verortet werden. Räumlichkeiten für ein Radiostudio des Bürgerfunks und für Medienworkshops aller Art seien weitere Ideen. Den Außenbereich könne man als E-Bike und E-Mobil Stützpunkt nutzen mit E-Tankstelle und Car-Sharing Angebot. Im ehemaligen Dienstbereich seien Räume für Kulturworkshops, Büros (zur Untervermietung im "Shared Space-Prinzip") und für soziale und medizinische Dienste denkbar. Das Gebäude biete viele Möglichkeiten. Für weitere Ideen als auch für Interessenten habe man stets ein offenes Ohr, bekundet der Bauverein.

"In 2017 gehe es jetzt erst einmal um die Sicherung des Gebäudes – am Dach muss beispielsweise etwas gemacht werden. In 2018 sollen die Ideen dann in konkrete Planungen umgesetzt und die Sanierung des Bahnhofsgebäudes angegangen werden", berichtet Vornweg abschließend.