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Drücken bis der Arzt kommt

Drücken bis der Arzt kommt
Wolfgang Schöls, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie, zeigt, wie’s geht. FOTO: tw
Meiderich. Leben retten kann so einfach sein. Im Herzzentrum Meiderich steht jetzt eine „Life-Saver-Station“, an der jeder die lebensrettende Herzdruckmassage üben kann. Die Hoffnung ist, dass das Gerät in Serie gehen kann – und das alle wissen, was im Notfall zu tun ist! Von Thomas Warnecke

„Drücken ist das simpelste, das es gibt“, sagt Wolfgang Schöls, Chefarzt im Herzzentrum Meiderich. Er hat zusammen mit der Bürgerstiftung die Kampagne „DU – ich drück dich“ gestartet, die an Schulen einmal im Jahr die Herzdruckmassage im Sportunterricht üben lässt. „Früher war das sehr komplex, weil auch Beatmung gefordert wurde“, so Schöls, „aber heute wissen wir, dass Drücken völlig ausreicht.“ Die Signale sind einfach: Bewusstsein – Atmung – Puls: sind die nicht festzustellen, muss gedrückt werden. Und zwar bis der Arzt kommt, also im Schnitt elf Minuten.

Das Gerät im Herzzentrum soll für einen spielerischen Zugang zum ernsten Thema sorgen. Schöls: „Selbst wer es nicht ausprobiert, nimmt unbewusst alle wichtigen Informationen mit.“ Und während es für die überall angebrachten Defibrillatoren einiges Wissen braucht, kann man bei der Herzdruckmassage praktisch nichts falsch machen. Aber sehr viel richtig.

(Niederrhein Verlag GmbH)