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Bittebitte: #machsrein

Bittebitte: #machsrein
Oberbürgermeister Sören Link bringt das erste „Mach’s rein“-Tattoo auf die Straße, kritisch beäugt von den Wirtschaftsbetriebe-Fachmännern Ibrahim Gürel und Klaus-Dieter Nöllen. FOTO: tw
Duisburg. "Das haste ja wieder sauber hingekriegt", steht auf dem riesigen Plakat am Kuhtor, "Komma hier, Kevin!", ulkt es auf dem Mülleimer. Die Wirtschaftsbetriebe haben sich was ausgedacht, "mit zwinkerndem Auge gegen Littering". Von Thomas Warnecke

Nein, Littering meint nicht ungezügelten Alkoholkonsum. Es ist das englische Wort für Vermüllung. Die Trinkerszene oder das, was davon übrig ist seit dem Wegbierverbot, sitzt schräg gegenüber, als Oberbürgermeister Sören Link zum Pressetermin der Wirtschaftsbetriebe am Schiffsmaskenbrunnen erscheint. "Ey, Link!" prostet ihm einer mit einer Flasche Bier zu. Kurze Zeit später ist das Ordnungsamt da und die Kollegen gehen – bis auf zwei, die den OB noch sprechen wollen. Wofür sich Link auch tatsächlich Zeit nimmt. Aber erstmal wird sauber gemacht.

"Sauberkeit ist ein ganz zentrales Thema für viele Menschen nicht nur in Duisburg", sagt der OB, "und hier auf der Einkaufsstraße ist sie ein Kernanliegen." Weshalb Link die neue Kampagne der Wirtschaftsbetriebe begrüßt, die nämlich "in Erinnerung ruft, dass jeder einen Beitrag leisten kann." Und das, wie WBD-Vorstand Thomas Patermann ergänzt, "nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern eher mit Witz und Charme." Also gibt's jetzt das Riesenposter und die "Hömma"-"Komma"-"Geht doch!"-Plakate auf den Papierkörben und rund um den Hauptbahnhof sogenannte GumWalls, wo Kauer per Gummi abstimmen können, warum Kaugummis sonst auf der Erde landen. Rund 100 Papierkörbe werden noch mit kleinen Lautsprechern ausgestattet. Ein Lichtsensor löst einen Belohnungsspruch aus, wenn was in den Papierkorb geworfen wird. Zu erkennen sind diese Papierkörbe an den davor aufgebrachten Straßentattoos.

Die ganze Kampagne, die vor allem eine jugendliche Zielgruppe ansprechen will, wird natürlich auch online begleitet. Unter www.machsrein.de kann im Spruchgenerator der Name auf dem jeweiligen Plakat gegen den eines Freundes oder Bekannten – oder den eigenen – ausgetauscht und das eigene Papierkorbplakat dann verschickt werden. Und zu gewinnen gibt's auch was: 15 Papierkörbe in der Innenstadt haben eine Zahlenkombination. Drei davon müssen gefunden und unter machsrein.de eingegeben werden. Ein Gewinner wird ausgelost und bekommt eine Garmin Smartwatch.

"Die Wirtschaftsbetriebe machen einen guten Job für Duisburg", sagt Link. Jetzt sind die Duisburger dran.

(Niederrhein Verlag GmbH)