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„Kunst statt Leeraum“ geht in Runde zwei. Los geht’s am 18. Juni mit „Hercules“
Bunte Kunst statt öder Leere

„Kunst statt Leeraum“ geht in Runde zwei. Los geht’s am 18. Juni mit „Hercules“: Bunte Kunst statt öder Leere
Die Jungs von Urban Arts sind auch in diesem Jahr mit Graffiti und dicken Beats dabei. FOTO: Foto: Archiv/Büttner
dinslaken. – Leerstände in der Innenstadt – es gibt sie und sie sind auch nicht weg- oder schön zu reden. In Dinslaken ist vieles im Wandel. Struktur und Angebot haben sich gerade an Neu- und Duisburger Straße gewandelt. Aber anstatt den Kopf in den Sand zu stecken und über zugeklebte Fensterfronten und unattraktive, verlassene Ladenlokale zu schimpfen, haben ein paar kluge, kreative Köpfe einen anderen Weg gewählt. Von Steffen Penzel

Und so feierte „Kunst statt Leerraum“ (KSL) im vergangenen Jahr Premiere. 12 Künstler stellten ihre Arbeiten in den leer stehenden Ladenlokalen vor. Es gab eine spannende, wilde Mischung , die gut ankam. Nicht nur, dass die Künstler Raum für ihre Projekte bekamen, die Räume wurden mit Leben gefüllt, in einem anderen Kontext dargestellt und bekamen Frequenz. Und das führte in zwei Fällen zum erklärten Ziel . „Im Anschluss an die letztjährige Aktion haben wir relativ schnell zwei Ladenlokale auf der Friedrich-Ebert-Straße vermieten können. Das war schon ein schöner Erfolg“, freute sich Wirtschaftsförderin und „KSL“-Organisatorin Svenja Krämer.

Und auch die Resonanz der Besucher sorgte für Rückenwind bei Svenja Krämer und ihrem Projektpartner Ben Perdighe vom „Labor 22“. „Die ganze Aktion kam richtig gut an. Die Mischung hat’s sicherlich gemacht. Und der Überraschungseffekt war da, weil wir ja nichts angestaubtes, langweiliges präsentiert haben“, blickt Perdighe zurück. Klar, wie das so bei Premieren ist, gab es ein paar Dinge, die Svenja Krämer und Ben Perdighe anders machen würden. Und das machen sie jetzt auch. Denn bereits in vier Wochen steigt Teil zwei von „Kunst statt Leerraum“. Ben Perdighe erklärt, was anders laufen soll als bei der Premiere. „Alles wird ein bisschen größer. Wir haben diesmal 40 statt 12 Künstler am Start, die insgesamt sieben Leerstände in der Innenstadt nutzen. Dazu werden wir dem ganzen ein wenig mehr Struktur als im Vorjahr geben.“ Die Klammer um die Kunst-Aktionen in den Ladenlokalen ist das Rahmenprogramm, das in diesem Jahr mit dem Kurzfilmwettbewerb „Der kleine Hercules“ (am 18. Juni, Infos: www.facebook.com/events/1584892488419914/) und dem Abschlusskonzert der Band „Raute“ (am 20. Juni im Ulcus) daherkommt. Zum Ablauf: Am Freitag, 19. Juni, steigt die Vernissage von 16 bis 21 Uhr. Die Finissage folgt dann am Tag darauf von 11 bis 18 Uhr. An beiden Tagen kann den Künstlern beim Arbeiten zugeschaut werden, präsentieren sie das Geschaffene, kann gequatscht und diskutiert werden. Bisher fest mit dabei sind: Urban Arts, Wittek, Ingo Borgardts, Max Hornäk, Arkham Angst, Jens Liebscher, Sascha Hess, Christof Bruß, Birte und Steve McNeely, Kai Dauvermann, Michael Belter, Mattes Schreyer, Daniel Tomczak, Uli Int-Veen, Doris Kook, Atelier Freiart, Magdalena Graf, Tanz auf Ruinen, Asad Amani, Pieces oft he City, Jonas Kary, Sebastian Perdighe, Katrin-Anna Schmid, Nick Nite und die Bands Pont Neuf und Raute.

Zudem stehen mit Stephan Brusche (Kunst aus Bananen) und Max Zorn, der im letzten Jahr schon mit seiner Tape-Art fasziniert hat , noch zwei Top-Künstler in den Startlöchern, deren endgültige Bestätigung aber noch aussteht. Informationen zu Künstlern und Veranstaltung gibt’s hier: www.facebook.com/KunstStattLeerraum.

(Niederrhein Verlag GmbH)