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MSV Duisburg will den Bock umstoßen
Arbeit, Kampf, Zusammenhalt

MSV Duisburg will den Bock umstoßen: Arbeit, Kampf, Zusammenhalt
Andy Wiegel hat sich in die Startelf gekämpft. Auch der frischgebackene Papa Gerrit Nauber ist wieder ein Kandidat. FOTO: Volker Nagraszus
Meiderich. "Es gibt kein grundsätzliches Problem", sagt MSV-Trainer Ilia Gruev vorm Spiel gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth (Samstag, 1. September, Anstoß: 13 Uhr in der Schauinsland-Reisen-Arena): "Wir verlassen uns auf unsere ehrliche Arbeit." Von Thomas Warnecke

Trotzdem nagt der Fehlstart: "Kein Punkt, kein Tor – das nervt jeden einzelnen Spieler", sagt Gruev. Doch für den Trainer des MSV Duisburg ist es "positiv, wie die Mannschaft arbeitet. Die Spieler sind sehr selbstkritisch."

Beispiel Andreas Wiegel, der zum Saisonstart zu den Besseren im Kader gehört: "Wenn du die drei Spiele betrachtest, dann haben wirklich Kleinigkeiten entschieden." Wichtig sei, dass die Mannschaft jetzt zusammenhält. "Und das tut sie."

Außer Christian Gartner (Kreuzbandriss) sind alle Spieler gesund. Der längerfristige Ausfall des Mittelfeldspielers schmerzt Gruev vor allem, weil er ein Spieler sei, "den du in jedem Moment bringen kannst." Neben Daschner sei auch Tim Albutat – Gruev: "Für mich weniger ein Sechser, eher ein 'Box-to-Box-Spieler'" – eine Alternative: "Wir sind mit dem Kader zufrieden; es ist ein ausgeglichener Kader." Gruev sieht nicht unbedingt dringenden Handlungsbedarf auf dem Transfermarkt. So oder so wird wohl wieder der viel kritisierte Fabian Schnellhardt in der Startelf stehen: "Schnelli weiß, dass von ihm mehr erwartet wird."

"Man sieht, wie knapp alles ist", so Gruev zum Liga-Start. Genau wie Wiegel ist der Trainer aber zuversichtlich, "dass wir den Bock umstoßen". Glück sei wichtig, aber vor allem: "Wir bleiben bodenständig, arbeiten weiter."

"Wir wissen, woran's lag", so der Verteidiger: In der einen oder anderen Phase seien die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen zu groß gewesen. "Wir wollen versuchen, wieder kompakter zu stehen. In die Zweikämpfe gehen, die Zuschauer mitnehmen." Ähnlich sieht's der Trainer: "Wir kriegen die Tore nur, wenn wir unsere Grundordnung verlieren." Zu große Räume erlaubten dem Gegner zu viel Spielentfaltung.

Mit Fürth kommt ein stark gestarteter Gegner, der allerdings mehrmals Last-Minute-Schläge einstecken musste. "Ich bin sicher, dass wir Punkte hierbehalten", so Wiegel, und er kennt auch das Erfolgsrezept der Stunde: "Kampf, Leidenschaft, Selbstvertrauen." Gruev: "Alle Spieler wissen, wo das Tor steht."

(Niederrhein Verlag GmbH)