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: Schubertlieder barrierefrei

: Schubertlieder barrierefrei

Fürs dritte Konzert seiner Reihe „Kai friends“ hat Pianist Kai Schumacher den Singer-Songwriter Gisbert zu Knyphausen gewonnen. Gemeinsam machen sie sich auf zu den Gipfeln deutscher Liedkunst: „Winterreise“ und „Schwanengesang“ von Franz Schubert.

Die beiden Philharmonischen Konzerte mit Beethovens Fünfter restlos ausverkauft, das Schlagzeug-Feuerwerk „Beat“ mit der Gruppe Repercussion auch brechend voll – die Duisburger Philharmoniker punkten gerade spartenübergreifend in der Mercatorhalle. Grenzen sprengend ist auch Kai Schumacher unterwegs. „Der Kunstgesang war für mich immer die Barriere“, sagt er. Mit Gisbert zu Knyphausen will er „die Mauer durchbrechen: Dass die Songs so klingen, als wären sie jetzt ’im Gisbert-Kontext’ geschrieben worden.“ Und so wird es Schubert-Lieder im Gisbert-Arrangement, Gisbert-Songs klassisch arrangiert und dazwischen Schubert instrumental im Original und als Bearbeitung geben, unterstützt von den „friends“: einem Streichquartett der Duisburger Philharmoniker und Musikern aus Gisberts Band. Andreas Huck und Roland Nebe von Warped Type besorgen den visuellen Hintergrund.

Der Apparat der Duisburger Philharmoniker macht’s möglich; ein konkreter Termin, die Halle, Budget für Proben und für zehn Musiker auf der Bühne – und beim Thema Schubert war zu Knyphausen sowieso sofort dabei.

„Im deutschen Sprachraum gibt’s wenige Leute, denen man solche Texte abnimmt, die melancholisch sind, ohne aufgesetzt zu wirken“, sagt „Fan“ Kai Schumacher über Gisbert zu Knyphausen. In Sachen Schubert waren sie sich schnell einig: Unter den Liedkomponisten des 19. Jahrhunderts sei Schubert derjenige, der am ehesten in der Singer-Songwriter-Tradition stehe; seine Lieder „würden auch zur Gitarre funktionieren“. Das Intime, das Verlorene, der verkannte Bohémien, „das passt auch zu Pop-Künstlern heute“. Weshalb an den Texten auch nichts geändert wird, und auch „die größten Hit-Hooks haben wir so übernommen. Wir werden die ganzen Schubert-Emotionen wiedergeben.“