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Pianist Alexander Lonquich im 6. Kammerkonzert

Pianist Alexander Lonquich im 6. Kammerkonzert : Ritt durch den Tastenhimmel

Endlich. Endlich ist Alexander Lonquich, gefeierter Duo-Partner von Klassik-Stars wie Caroline Widmann und „FPZ“, in Duisburg nun auch als Solist zu erleben: im 6. Kammerkonzert am 16. Februar in der Mercatorhalle. Mit einem Programm, das quasi einmal das Firmament der Klaviermusik durchquert.

Alexander Lonquich, Sohn des Kölner Komponisten Heinz Martin Lonquich, ist als Duo-Partner berühmt geworden, durch seine enge Zusammenarbeit mit Frank Peter Zimmermann und in Duisburg mit den beiden Artists in Residence Nicolas Altstaedt und Caroline Widmann. Die mit ihr aufgenommene Schubert-CD erhielt überwältigende Kritiken, von einer Sensation war da die Rede, Lonquich spiele „wie ein Flimmern vom Firmament“, schrieb Wolfram Goertz in der „Zeit“. Doch längst hat sich Lonquich auch als Solist international einen herausragenden Ruf erworben, konzertierte mit den größten Orchestern und Dirigenten wie Claudio Abbado, Mark Minkowski, und Sándor Végh und landete mit seiner Einspielung der letzten Schubert-Sonaten in der Bestenliste der Deutschen Schallplattenkritik, die ihm „faszinierende Anschlagskultur“, „perfektes, flexibles Timing, eine schlackenlose Prägnanz“ und einen „dramatisch geschärfte(n) Erzählstrom“ attestierte. An seinem Wohnsitz in Florenz betreibt er mit seiner Frau ein Atelier, in dem Themen der Psychologie, der Musik und des Theaters durch Workshops, Seminare und Konzerte vertieft werden.

Dieser ganzheitliche Ansatz findet sich auch in Lonquichs Programm fürs 6. Kammerkonzert wieder. Der erste Teil ist überschrieben „Von Strawinsky bis Carl Philipp Emanuel Bach“. In dieser epochen- und länderübergreifenden Querverbindung kommen auch der eher klavierfremde Sinfoniker Anton Bruckner und der komponierende Philosoph Theodor W. Adorno zum Zuge. Um mal beim Bild vom Firmament zu bleiben: Es sind ja die weniger hellen, schwächer leuchtenden Sterne, die uns einen Eindruck von der Unendlichkeit des Alls verschaffen.

Teil zwei erkundet dann mit Ludwig van Beethovens 33 Diabelli-Variationen nach Hans von Bülow den „Mikrokosmos des Beethovenschen Genius“ und zugleich „ein Abbild der ganzen Tonwelt“.