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Jiddisch in der Alltagssprache

Jiddisch in der Alltagssprache

Das Kultur- und Stadthistorische Museum lädt am Sonntag, 22. Februar, um 15 Uhr im Rahmen der „Jüdischen Kulturtage 2015“ zu einem Vortrag ein. Der Sprachwissenschaftler Peter Honnen referiert über jiddische Sprachelemente im Rheinland.

Kaum jemand ahnt, wie stark die aktuelle Alltagssprache durch das Jiddische geprägt ist. Unwissentlich benutzen wir tagtäglich jiddische Wörter oder Wendungen wie schicker, verkimmeln, schäkern, ausgekocht, verkohlen oder „zeigen, was eine Harke ist“ und „eine trübe Tasse“. Für die rheinischen Mundarten und Regiolekte gilt das in ganz besonderem Maße. Der Vortrag zeigt auf, wie das Jiddische entstanden ist und Einzug in die rheinische Alltagssprache gehalten hat, was überhaupt Jiddisch ist, wer es gesprochen hat und noch spricht und welche versteckten Jiddismen unsere Sprache prägen.

Peter Honnen ist Sprachwissenschaftler beim LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte in Bonn und hat zahlreiche Publikationen zu den Dialekten im Rheinland, zu Sprachinseln und den alten Geheimsprachen veröffentlicht. Seit einigen Jahren befasst sich der gebürtige Rheinhauser intensiv mit dem Wortschatz der rheinischen Alltagssprache.

Der Eintritt im Stadtmuseum, Johannes-Corputius-Platz 1, kostet 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

(Niederrhein Verlag GmbH)