Duisburger Handballer schlagen Leichlingen/Kreuzbandriss bei Nico Biermann: OSC Löwen setzen Ausrufezeichen

Duisburger Handballer schlagen Leichlingen/Kreuzbandriss bei Nico Biermann : OSC Löwen setzen Ausrufezeichen

Es war ein hart erkämpfter und teuer bezahlter Sieg, den die OSC Löwen da gegen den Leichlinger TV eingefahren haben. Denn zehn Minuten vor Abpfiff verdrehte sich Nico Biermann das rechte Knie, blieb schreiend am Boden liegen und musste später gestützt und dick bandagiert mit seinen Teamkameraden den unerwarteten 29:23-Erfolg feiern.

„Auf den ersten Blick sieht es aber wirklich nicht gut aus für Nico“, ging sein Trainer Jörg Förderer nach dem Abpfiff von einer schweren Knieverletzung aus. Und er hat recht behalten. Die niederschmetternde Diagnose für den Youngster: Kreuzbandriss und ein beschädigter Meniskus. Damit fällt Biermann mindestens sechs Monate aus. Für die Löwen ist der Ausfall eines weiteren Leistungsträgers ein Mal mehr nur schwer zu kompensieren. Die Freude war am Sonntagabend trotzdem erstmal groß. Denn die OSC Löwen hatten soeben den Tabellenvierten niedergerungen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Bärenstark, wie sich die Duisburger Defensive über 60 Minuten präsentierte, wie sich Marcel Wernicke & Co. immer wieder puschten und wie sie es diesmal schafften, zwei starke Spielhälften aufs Parkett zu bringen und sich für ihren Aufwand belohnten. „Jeder hat Verantwortung übernommen, jeder wollte den Sieg unbedingt“, freute sich Jörg Förderer nach dem Abpfiff über den Big Point im Abstiegskampf. Denn durch den unerwarteten Sieg sind die Löwen nun punktgleich mit dem Neusser HV, dem wohl ärgsten Konkurrenten um den letzten Nichtabstiegsplatz.

So groß die Erleichterung auch ist – von Euphorie war Jörg Förderer weit entfernt. „Klar, wir haben ein Ausrufezeichen gesetzt. Und für unsere Moral war das immens wichtig. Aber der Weg ist noch lange.“ Keine Frage, dieser Sieg kann befreiende Wirkung haben. Denn die OSC Löwen haben gezeigt, zu was sie im Kollektiv in der Lage sind. Selbst die vollkommen unberechtigte Herausstellung von Shooter Michael Heimansfeld brachte die Hausherren nicht aus dem Konzept. Im Angriff wurde ruhig und mit Konzept gespielt. Dazu sorgte jeder Spieler für Gefahr. Dennis Backhaus rieb sich in Abwehr und Angriff auf und zeigte sich als treffsicherster Löwe, Lukas Plaumann bewies gerade in Halbzeit eins, wie wichtig er für sein Team auch als Mittelmann ist. Und Neuzugang Kevin Kirchner holte sich mit zwei Treffern Selbstbewusstsein für die kommenden Auftritte.

Das nächste Spiel steht am kommenden Sonntag bei der Mindener Reserve auf dem Programm. Einfach wird es nicht beim heimstarken Tabellensiebten. Aber die OSC Löwen wollen den Rückenwind jetzt unbedingt nutzen und weiter punkten.

Neben Matthias Reckzeh wird auch Michael Heimansfeld die Löwen zum Saisonende verlassen. Mehr dazu lesen Sie auf ww.stadt-panorama.de

(Niederrhein Verlag GmbH)