MSV Duisburg empfängt im DFB-Pokal Comppers’ Ex-Club: „Wir wollen Hoffenheim nerven“

MSV Duisburg empfängt im DFB-Pokal Comppers’ Ex-Club : „Wir wollen Hoffenheim nerven“

Der MSV Duisburg empfängt am Dienstagabend, 18.30 Uhr, in der zweiten Runde des DFB-Pokals die TSG Hoffenheim. Für Marvin Compper ist es ein Wiedersehen mit seinem Ex-Club (157 Spiele, 6 Tore). Sein Einsatz ist allerdings fraglich.

„Machbar“, urteilte Torsten Lieberknecht nach der Auslosung der zweiten Runde des DFB-Pokals angriffslustig. „Was soll er auch sonst sagen“, entgegnete Marvin Compper, als er am Mittwoch beim Pressegespräch auf die Aussage seines Trainers angesprochen wird - und kann sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Von 2008 bis 2013 bestritt Marvin Compper 157 Bundesligaspiele für die TSG, stieg mit dem Club in die erste Liga auf und wurde mit seinem einzigen Einsatz in der A-Nationalmannschaft (19. November 2008 in Berlin bei der 1:2-Niederlage im Freundschaftsspiel gegen England) der erste deutsche Nationalspieler Hoffenheims. Die Entwicklung des Erstligisten hat er daher bis heute genau im Blick.

„Auch wenn es für diese Saison nicht geklappt hat, aber der TSG-Kader hat die Qualität, um europäisch mitzuspielen“, so der 34-jährige Innenverteidiger. Für seine junge Mannschaft sei es so oder so ein Highlight, sich mit einer der besten Mannschaften Deutschlands messen zu können. Die Herausforderung sei riesig, aber - bitte einen Euro ins Phrasenschwein - „jedes Spiel muss erstmal gespielt werden!“

Ja, viele Faktoren werden stimmen müssen, um den Überraschungscoup zu landen. Gebraucht werde definitiv ein MSV in Bestform. „Wir hatten in dieser Saison schon Spiele, in denen wir bewiesen haben, wozu wir fähig sind“, hofft Compper, dass dies auch am Dienstagabend abgerufen werden kann.

Gut wäre sicherlich auch, wenn Hoffenheim dann keinen Sahnetag erwischt. Die Stärken der Elf von Alfred Schreuder liegen klar in der Offensive. „Sie können in jedem Spiel Tore erzielen“, weiß Compper, dass der MSV-Defensive alles abverlangt werden wird. Aber: „Sie lassen auch immer viel zu. Wenn sich uns Möglichkeiten bieten, müssen wir eiskalt sein.“

Hinten alles wegverteidigen und nach vorne Nadelstiche setzen, die richtig weh tun? Wie der Matchplan von Torsten Lieberknecht aussieht, ist noch nicht klar. „Wir müssen ihn umsetzen, egal, wie er lautet“, vertraut Compper seinem Trainer. Feststeht: „Wir wollen Hoffenheim richtig auf die Nerven gehen und es denen so schwer wie möglich machen.“

Nach seiner Wadenverletzung steht hinter seinen Einsätzen gegen Würzburg (Samstag, 14 Uhr) und gegen Hoffenheim noch ein dickes Fragezeichen. „Am morgigen Donnerstag werde ich wieder am Mannschaftstraining teilnehmen. Der Heilungsverlauf war bisher sehr schnell. Wenn alles gut geht, kann ich spielen.“

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