Weiterhin knapper Kader bei den Zebras

Der MSV Duisburg vor dem Spiel gegen Hansa Rostock : “17, 18 Mann kriegen wir zusammen“

Der Spielraum bei der Mannschaftsaufstellung ist für MSV-Coach Torsten Lieberknecht weiterhin begrenzt. Der Spitzenreiter tritt am Samstag bei Hansa Rostock an, Anpfiff im Ostseestadion ist um 14 Uhr.

Torsten Lieberknecht hat da was beobachtet. Und rechnet deshalb damit, dass in Rostock wohl häufiger ein Abseitspfiff zu hören sein wird. „Ich glaube, dass es viele enge Entscheidungen geben wir“, sagte der MSV-Trainer auf der gestrigen Pressekonferenz. Eine hitzige Atmosphäre ist wohl sowieso zu erwarten; 250 Duisburger Fans nehmen den weiten Weg nach Mecklenburg-Vorpommern auf sich.

Klar ist: Der MSV wird als Spitzenreiter besonders herausgefordert. Das ist aber eigentlich nichts Neues, so Lieberknecht: „Wir sind ein namhafter Gegner, da legen die Mannschaften, die gegen uns spielen, immer noch eine Portion drauf.“ Hinzu kommt, dass Hansa Rostock nach der 1:3-Niederlage gegen Jena auf Wiedergutmachung aus sein wird. Ob aber die Kogge den MSV hoch angeht oder erstmal tief steht ‑ „wichtig ist, dass wir für alles, was der Gegner macht, eine Lösung haben“, so Lieberknecht: „Der Weg entscheidet. Dass wir beharrlich bleiben.“ Rückschläge habe der MSV ja schon einstecken müssen (Velbert, Chemnitz ...), „aber wir haben wieder ganz gut in die Spur gefunden.“

Nur noch nicht alle: Yassin Ben Balla hat seine Innenbanddehnung noch nicht voll auskuriert und wird weiterhin individuell trainiert, ebenso die beiden Innenverteidiger Sebastian Neumann und Marvin Compper. Der entzündete Fersensporn von Migel-Max Schmeling strahlt immer noch Schmerzen aus. Die Personalsituation ist also unverändert, „aber 17, 18 Mann kriegen wir schon zusammen“, sagt Lieberknecht und freut sich, dass er für Leroy-Jacques Mickels jedenfalls Entwarnung geben kann: Den Traumtorschützen hatte Lieberknecht im Krefeldspiel vorsichtshalber ausgewechselt, nachdem er einen Schlag auf den Oberschenkel abbekommen hatte. Er ist aber wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen - und könnte im „engen Rennen“ (Lieberknecht) morgen wieder den Unterschied machen.

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