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: MSV komplett von der Rolle

: MSV komplett von der Rolle

Es sollte der erlösende Schritt nach vorne zum ersten Heimsieg der Saison werden. Es wurde aus Zebrasicht ein weiterer Offenbarungseid. Nach der 0:4-Klatsche gegen Aufsteiger Verl bleibt der MSV Duisburg im Keller der Tabelle kleben.

. Die erste Viertelstunde des Spiels wird Arne Sicker wohl nicht so schnell vergessen. Erst spielte ihm sein bärenstarker Gegenspieler Aygün Yildirim gleich vier Mal Knoten in die Beine. Dann servierte er den Gästen selber noch eine ganze Reihe an haarsträubenden Fehlpässen im Aufbauspiel. Und in Minute 15 ließ sich der MSV-Linksverteidiger dann schließlich entscheidend von Kasim Rahibic vernatzen - 1:0 für die bereits zu diesem Zeitpunkt drückend überlegenen Aufsteiger aus Verl.

Der MSV lief hinterher, baute sein Spiel fahrig und unsauber auf, hatte mit Ball am Fuß erschreckend wenig gute Ideen. Dazu passten die Abstände zwischen den sichtbar verunsicherten Zebras und die Absprachen in der Defensive gar nicht. Im Laufe der ersten Halbzeit fingen sich Sicker und seine taumelnden Teamkollegen dann jedoch ein wenig. Und hatten sogar ihre Möglichkeiten zum Ausgleich. Aber sowohl Lukas Scepanik (32. Minute) als auch Moritz Stoppelkamp (38. Minute) schlossen aus besten Positionen schlecht ab.

Für Halbzeit zwei hatten sich die Hausherren einiges vorgenommen. Nur: Ex-Zebras Zlatko Janjic schickte sich in seinem alten Wohnzimmer an, das zarte Aufbäumen im Keim zu ersticken. In der 58. Minute ging er ins Duell mit Scepanik, schüttelte ihn locker ab und schob souverän an Leo Weinkauf vorbei zur Vorentscheidung ein. Damit war das Spiel im Prinzip gelaufen. Denn in der Schlussphase fielen die Duisburger zuletzt nicht mit ungeahnten Reserven auf. Und so war es dann auch. Der SC wartete entspannt ab, und der MSV wehrte sich inspirations- und wirkungslos.

Den nächsten Schlag gab’s dann in der 77. Minute, als Yildirim nach Musterkonter und Zuckerpass von Rahibic seine Leistung mit dem 3:0 krönte. Kurz darauf durfte Rahibic unbedrängt noch sein Doppelpack schnüren – und der MSV zerfiel nun endgültig in seine Einzelteile.