MSV Duisburger Hamburger SV 2. Bundesliga

MSV unterliegt mit 0:3 beim Hamburger SV : Klatsche zum Abschied

Der MSV Duisburg beendet die Zweitligasaison nach dem 0:3 beim Hamburger SV mit nur 28 Punkten als Tabellenletzter. Die harmlosen Zebras waren bei ihrer Abschiedsvorstellung nur ein Spielball für die Hanseaten.

Wie bereits angekündigt, gönnte MSV-Chefcoach Torsten Lieberknecht Daniel Mesenhöler im Tor und den beiden Youngstern Vincent Gemablies (Innenverteidigung) und Lukas Daschner (zunächst offensives, zentrales Mittelfeld) einen Platz in der Startelf.

Die Hamburger waren darauf aus, sich trotz Nichtaufstieg vernünftig von ihren Fans in die Sommerpause zu verabschieden. Und so durfte der in der Winterpause durch Felix Wiedwald aus dem Kasten verdrängte Mesenhöler bereits nach sechs Minuten eine starke Parade zeigen und so das frühe 1:0 für den HSV durch den emsigen Mats Köhlert verhindern. Auf der anderen Seite hatte Moritz Stoppelkamp drei Minuten später die erste ganz annehmbare Chance für die Gäste, scheiterte aber mit seinem Distanzschuss vom rechten Strafraumeck an Tom Mickel im Hamburger Tor. In der 16. Minute musste dann Kevin Wolze in höchster Not gegen Fiete Arp klären. Bei der anschließenden Ecke, die Leo Lacroix relativ unbedrängt einköpfen durfte, war aber auch der Ex-Kapitän machtlos. Daniel Mesenhöler war nicht schnell genug draußen und machte hier nicht die beste Figur.

Der MSV zeigte sich wenig geschockt und hatte in der 27. Minute die große Chance zum Ausgleich, aber Moritz Stoppelkamps Pass auf Lukas Daschner im Zentrum kam nicht präzise genug. Mehr passierte in der ersten Hälfte nicht. Die Enttäuschung beim Heimpublikum über den verpassten Aufstieg schien tief zu sitzen, denn trotz der Führung gab’s Pfiffe für die Heimmanschaft.

Die Hamburger kamen mit mächtig Dampf aus der Kabine und schnürten die Zebras sofort komplett ein. Keine vier Minuten waren gespielt, da jubelten die Rothosen wieder. Wieder zeigte sich die MSV-Defensive nach einer Ecke ungeordnet, diesmal stocherte Manuel Wintzheimer den Ball zur 2:0-Führung über die Linie. Vom MSV kam jetzt fast gar nichts mehr. Besser sah es da bei den Hausherren aus, bei denen Kapitän Fiete Arp in der 65. Minute erst Vincent Gembalies abschüttelte, dann Mesenhöler stehen ließ und anschließend locker zur Entscheidung einschob. Damit war das Spiel natürlich endgültig entschieden. Der HSV wollte nun nicht mehr zwingend, der MSV konnte nicht. Und so plätscherte die Partie ihrem Ende entgegen. Einzige Aufreger: Die spektakuläre Dreifach-Parade von Tom Mickel gegen die eingewechselten und komplett blanken Havard Nielsen und Borys Tashchy und das verweigerte 4:0 von Pierre-Michel Lasogga kurz vor dem Abpfiff.

Nach Schlusspfiff zeigte sich Joe Gyau im Spielertunnel enttäuscht. „Wir haben uns als Mannschaft natürlich viel mehr vorgenommen, hatten richtig Vorfreude vor der Partie vor dieser Kulisse. Leider hat es nicht geklappt.“ Auch Lukas Daschner, der zum ersten Mal 90 Minuten in der 2. Liga auf dem Feld stand, war von der Kulisse im Volkspark beeindruckt. „Vor 50.000 Zuschauern 90 Minuten spielen zu dürfen, war für mich persönlich natürlich toll. Nur schade, dass wir verloren haben.“ So groß habe er den Unterschied zwischen beiden Teams gar nicht gesehen. „Wir haben es eigentlich gar nicht schlecht gemacht, hatten es aber nach den Ecken gegen diese großen Gegenspieler schwer.“

Auch MSV-Coach Torsten Lieberknecht hatte eine klare Meinung zum Saisonabschluss seiner Truppe. „Wir hatten uns viel vorgenommen, hatten unsere Chancen, haben aber wieder viel zu einfach die Gegentore bekommen.“ Es sei, so Liebernecht, eine schwierige Woche für alle beim MSV gewesen. Trotzdem wollte seine Mannschaft die Saison vernünftig zu Ende bringen. „Ob uns das wirklich gelungen ist, sollen andere beurteilen.“ Eine Sache sei ihm beim Saisonabschluss wichtig gewesen. „Ich wollte den jungen Spielern wie Vincent Gembalies und Lukas Daschner nochmal die Möglichkeit geben, vor über 50.000 Zuschauern gegen solch eine gute Mannschaft zu spielen. Das wird sie vorbereiten, auf alles das, was da in der kommenden Saison auf uns zukommt.“

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