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MSV Duisburg vor dem Heimspiel gegen Jena

MSV vor Heimspiel gegen Jena : "Wir brauchen den Ball"

Der MSV Duisburg ist in der Geisterheimspielpremiere am Mittwochabend auf Wiedergutmachung aus. Nach der bitteren Niederlage beim Aufstiegskonkurrenten in München kommt jetzt der Tabellenletzte FC Carl Zeiss Jena an die Wedau (Anstoß: 19 Uhr). Lieberknecht hofft auf Rückkehrer.

Es wirkte fast wie eine Kopie der Partie gegen Waldhof Mannheim: Der MSV Duisburg verliert gegen 1860 München nach 2:0-Führung noch mit 2:3. Die Zebras haben kräftig selbst dafür gesorgt, dass es eng wird im Rennen um den Aufstieg. Tabellenführer ist der MSV nur noch dank besserem Torverhältnis gegenüber Unterhaching, München ist auf zwei Punkte rangekommen, die Plätze vier bis sieben sind nur drei Punkte entfernt und selbst die Nachbarn vom KFC Uerdingen auf Platz elf sind mit fünf Punkten Rückstand mindestens theoretisch noch ein Aufstiegskandidat.

Der FC Carl Zeiss Jena hat mit 17 Punkten und derzeit genauso viel Punkten Abstand zum rettenden Ufer dagegen nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. Trotzdem will MSV-Trainer Torsten Lieberknecht nicht von einem Pflichtsieg sprechen: "Was haben die zu verlieren?"

Wieso wiederum der MSV nach Führung erneut verloren hat, war die beherrschende Frage in der Online-Pressekonferenz vorm Jena-Spiel. Wie schon nach dem Spiel in München benannte Lieberknecht zu viele zu schnell verspielte Bälle, Unruhe, mangelnde Struktur und Gegentreffer mit Begleitschutz. Dass der MSV nicht die Mannschaft wäre, um einen Vorsprung nur zu verteidigen, das habe wohl jeder gesehen. "Wir brauchen den Ball", so Lieberknechts Devise: den Gegner in der eigenen Hälfte beschäftigen, das Spiel kontrollieren und im besten Falle Tore nachlegen. Etwas schmallippig wirkte da allerdings seine Erklärung für die extrem späte Einwechslung von Mickels.

Bleibt zu hoffen, dass es keine weiteren Verletzten gibt. Ob Gembalies oder Ben Balla geen Jena wieder einsatzbereit, war am Dienstagmittag noch nicht ganz sicher. Einen Rotationsplan für die vollen Pflichtspielwochen hat Lieberknecht jedenfalls nicht, sondern plant die Aufstellung von Spiel zu Spiel und je nach Gegner. Und: "Ja." Alle Spieler seien top motiviert. "Wir können wieder aufstehen."