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MSV Duisburg verliert sein turbulentes Heimspiel in der 3. Liga gegen den 1. FC Saarbrücken mit 2:3

MSV verliert daheim mit 2:3 gegen den 1. FC Saarbrücken : Knockout in letzter Sekunde

Der MSV Duisburg hat das Nachholspiel in der 3. Liga gegen den 1. FC Saarbrücken im eigenen Stadion nach dramatischem Verlauf und Gegentor in der letzten Sekunde mit 2:3 verloren.

Es herrschte wieder Geisterkulisse im weiten Rund der schauinsland-reisen-arena. Als ziemlich gruselig musste man auch das bezeichen, was der MSV da in der ersten Hälfte auf dem Rasen anbot. Die Gäste aus dem Saarland waren zu jeder Minute Herr im leeren Hause. Saarbrücken presste unentwegt, der MSV kam mit dem Spielaufbau aus Drucksituation gar nicht zurecht. Es fehlten Laufbereitschaft, Anspielstationen, Passsicherheit und damit eben ein koordiniertes Aufbauspiel bei den Hausherren. Und wenn es dann doch einmal nach vorne ging, passierten Dinge, wie sie Connor Krempicki kurz vor der Halbzeit kredenzte, als er in Ballbesitz aus einer richtig vielversprechenden Überzahlsituation im Konter einen Einwurf für die Gäste machte. Das vom MSV auserkorene Mittel, langer Hafer auf Vincent Vermeij, klappte gar nicht, weil der Niederländer im Eins-gegen-Eins gegen Manuel Zeitz kein Land sah. Doch auch wenn der furios in die Saison gestartete Aufsteiger deutlich feldüberlegen war; er münzte diese Überlegenheit zunächst nicht in Torgefahr um. Das änderte sich jedoch in der 39. Minute, als Nicklas Shipnoski nach einer Ecke am zweiten Pfosten zur längst überfälligen Gästeführung einschob.

In der zweiten Halbzeit waren die personell zunächst unveränderten Hausherren um mehr Kontrolle bemüht, das Geschehen bestimmten aber weiter die Saarbrückener, auch wenn nach der ersten Ecke für die Zebras in der 57. Minute Max Jansen per Kopf zur Chancenpremiere für den MSV in dieser Partie kam. In der 62. Minute reagierte Torsten Lieberknecht und brachte Rückkehrer Moritz Stoppelkamp für Sinan Karweina und Orhan Ademi für Connor Krempicki. Etwaige Hoffnung auf Besserung wurde aber zunächst gedämpft, weil der Aufsteiger durch das Slapstick-Billard-Tor von Marin Sverko in der 66. Minute auf 2:0 stellte.

Doch dann keimte sie aber wieder auf, weil Ademi sich im Mittelfeld durchbiss und mustergültig auf den zuvor eingewechselten Arnold Budimbu ablegte, der in der 76. Minute souverän zum Anschlusstreffer einnetzte. Der Treffer wirkte, und der Aufsteiger geriet ins Trudeln. Zwei Minuten später jubelten die von Moritz Stoppelkamp angetriebenen Zebras schon wieder: Vincent Vermeij hatte das Leder humorlos zum Ausgleich ins Tor gedroschen. Und es ging weiter Schlag auf Schlag. Weil Schiedsrichter Patrick Glaser sich anschickte, auch noch eine entscheidene Rolle zu spielen und Arne Sicker in der 83. Minute nach einem harmlosen Foul zum Entsetzen der MSV-Bank glatt Rot zeigte. Die dezimierten Zebras wehrten sich gegen nun wieder drückende Gäste nach Kräften - und schlichen am Ende doch als geknickter Verlierer vom Platz. Warum? Saarbrückens Tobias Jänicke hatte in der Nachspielzeit quasi mit dem Schlusspfiff zum 3:2 getroffen. Während der 1. FC nach dem Sieg in der Liga von ganz oben grüßt, bleibt der MSV auf Platz 16 kleben.