MSV Duisburg tritt bei Eintracht Braunschweig an

Der MSV Duisburg reist am Sonntag zum Tabellenführer nach Braunschweig : Bewährungsprobe in Braunschweig

Der MSV ist nach dem Umbruch schon viel weiter, als alle erwartet hatten. Der 2:0-Heimsieg gegen Münster war ein eindeutiger Beleg dafür. Am Sonntag (13 Uhr) beim Auswärtsspiel beim Tabellenführer in Braunschweig wollen die Zebras zeigen, dass sie auch gegen die Topteams der Liga bestehen können - und selber schon dazu gehören.

In Münster wird so mancher froh gewesen sein, dass es nicht noch übler ausgegangen ist. Die komplett chancenlosen Preußen waren mit dem 0:2 mehr als gut bedient. Keine zwingende Torchance auf der Gästeseite, sechs Top-Chancen für die Hausherren. Gepaart mit Spielkontrolle, defensiver Stabilität, viel Leidenschaft und Einsatz und einer ständig rotierenden und wuselnden Angriffsmaschinerie gab das ein hübsches Bild ab. „Wir hatten 90 Minuten lang alles im Griff und hätten schon früher viel höher führen müssen“, befand Kapitän und 2:0-Torschütze Moritz Stoppelkamp nach dem Abpfiff. Seinem Tor ging ein Weltklasse-Pass vom wieder sehr starken Lukas Daschner aus. „Der Pass war perfekt, besser kann man ihn einfach nicht spielen“, zollte auch „Stoppel“ seinem jungen Teamkollegen größten Respekt.

Daschner blüht weiter auf und scheint ein Faktor zu werden in dieser Spielzeit. Seine Schnelligkeit, seine Übersicht, seine technischen Fähigkeiten und sein Gespür für die Überraschungsmomente könnten noch ganz wichtig für die Zebras werden. Weiter gesteigert wurde die gute Laune durch die starke Unterstützung von den Zuschauertribünen. Über 15.000 Fans waren gekommen, den „neuen“ MSV zu begutachten. Und sie werden wiederkommen, ganz sicher. Denn der MSV macht, ganz anders als in der vorherigen Spielzeit, in dieser Saison wieder richtig Spaß. Da scheint eine Mannschaft auf dem Platz zu stehen, die auch eine ist. Die sich reinwirft, die kämpft und beißt, und die ihren Fans leidenschaftlichen und attraktiven Fußball mit Herz bieten will. Zum Dank dafür gab’s donnernden Applaus während des Spiels und eine kleine spontane gemeinsam Feier vor der Nordkurve nach der Partie.

Zu was der runderneuerten MSV gegen einen Top-Gegner imstande zu leisten ist, kann er am Sonntag beweisen. Denn dann geht’s um 13 Uhr gegen den Tabellenführer aus Braunschweig. Und da sollen die Fehler aus der unglücklichen Niederlage in Ingolstadt nicht wiederholt werden. Für Torsten Lieberknecht ist es ein ganz besonderes Spiel. Der MSV-Coach kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück, da, wo er zehn Jahre lang als Trainer und zuvor als Spieler alle Höhen und Tiefen des Fußballgeschäfts kennengelernt hat. „Ja, das wird ein ganz besonderes Spiel für mich“, gibt er unumwunden zu. Nur, um gleich nachzulegen: „Aber meine Mannschaft hat nichts damit zu tun. Die will nur ihren Job machen.“ Und der soll mit noch weniger Fehlern als im Spiel gegen Ingolstadt über die Bühne gehen. „Wir wollen unser Spiel weiter perfektionieren“, so Lieberknecht. Das bedeutet im Klartext: „Noch mutiger als gegen Münster spielen, den Gegner noch mehr beschäftigen, defensiv noch stabiler stehen, noch dynamischer nach vorne spielen.“ Klappt das, ist er perfekt, der sehr gute Frühstart des komplett umgekrempelten MSV Duisburg ...

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