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MSV Duisburg spielt in der 3. Liga 1:1 gegen die Würzburger Kickers

MSV trennt sich 1:1 von den Würzburger Kickers : Karweina erlöst die Zebras

Der MSV Duisburg hat einen Punkt aus dem Spitzenspiel der 3. Liga gegen die Kickers aus Würzburg gerettet. Sinan Karweina traf in der 90. Minute für die in Halbzeit zwei stark verbesserten Zebras.

Die Gäste aus Würzburg begannen nach zuletzt zwei Ligasiegen in Folge selbstbewusst und starteten besser in das Spitzenspiel der 3. Liga. Der wieder in die Startelf beorderte Lukas Daschner war es, der sich das Leder am eigenen Sechzehner abnehmen ließ; der anschließende Schuss von Dominic Baumann geriet aber zu unpräzise. Der Wachmacher wirkte, denn in der Folge zeigte sich der MSV, der auf den angeschlagenen Tim Albutat verzichten musste, aufmerksamer und präsenter. Nach ersten Torschussannäherungen durch Daschner und Max Jansen waren beide Teams um Spielkontrolle bemüht und egalisierten sich dabei weitestgehend. In Minute 22. hatten die gut stehenden Gäste wieder durch Baumann die bis dato beste Chance zur Führung - sein Schuss aus 14 Metern strich aber knapp am langen Pfosten des MSV-Kastens vorbei. Vier Minuten später ein bitterer Moment für alle Zebra-Fans, denn Moritz Stoppelkamp musste mit Oberschenkelproblemen angeschlagen vom Platz. Für den Kapitän,der seine Binde an den jungen Lukas Daschner übergab, rückte Connor Krempicki nach.

Die Gäste erspielten sich auch in der Folge Feldvorteile, hatten aber mehrfach Pech bei einigen unübersichtlichen Situationen im MSV-Strafraum. In der 36. Minute musste Leo Weinkauf zudem in höchster Not gegen Niklas Hoffmann, der frei aus guter Position zum Kopfball kam, retten. Kurz vor dem Halbzeitpfiff jubelten dann die Kickers, nachdem Robert Herrmann per Strahl zum vermeintlichen 1:0 getroffen hatte. Der Treffer wurde nach energischen Protesten der Hausherren und einer kurzen Unterhaltung von Linien- und Schiedsrichter aber wegen vorherigen Handspiels wieder zurück genommen. Und als alle schon dachten, es ginge zum Pausentee, trafen die Gäste dann doch zur jetzt mehr als verdienten Führung: Nach Freistoß von der Strafraumgrenze durfte Hendrik Hansen unbedrängt zum 1:0 einnicken.

In Hälfte zwei blieb Arnold Budimbu draußen, für ihn kam Routinier Matthias Rahn. Die Hausherren wollten nun unbedingt besser in die mittlerweile ziemlich gallige Partie kommen. Die wäre fast früh komplett in Richtung der Würzburger gekippt; aber Luca Pfeiffer vergab die Großchance zum 2:0 in der 54. Minute reichlich kläglig. Auf der Gegenseite verpasste erst Vermeij ganz knapp nach Daschner-Ablage, dann drosch Leroy Mickels aus 20 Meteren weit über den FC-Kasten. In der 68. Minute reagierte Torsten Lieberknecht, der Lukas Scepanek und Sinan Karweina für Daschner und Gembalies ins Spiel brachte. Die Zebras ließen den Ball jetzt gut laufen und übernahmen die Kontrolle gegen tief stehende und lauernde Gäste. In den letzten zehn Minuten gab es gleich vier gute Möglichkeiten von Sinan Karweina, Yassin Ben Balla, Connor Krempicki und Leroy Mickels, der in Müller seinen Meister fand. Am Ende gab’s dann aber doch noch Riesenjubel bei den Duisburgern. Nach einem unglücklichen Klärungsversuch von Müller landet der Ball auf dem rechten Fuß von Sinan Karweina, der nur noch ins leere Tor einschieben musste. 1:1 - das war’s. Ein am Ende verdientes, aber auch glückliches Remis für die Zebras, die durch den Punkt vorerst definitiv Tabellenführer der 3. Liga bleiben, wenn auch nur mit hauchdünnem Vorsprung.