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MSV Duisburg spielt 2:2 im Heimspiel gegen den Halleschen FC

MSV Duisburg verliert weiter Boden im Aufstiegskampf : Aufstieg in akuter Gefahr

Auch mit den drei Rückkehrern Vincent Gembalies, Arne Sicker und Kapitän Moritz Stoppelkamp hat es für die Zebras im fünften Spiel in Folge nicht zu drei Punkten gereicht. Gegen den Halleschen FC kam die Elf von Trainer Torsten Lieberknecht nur zu einem hart umkämpften 2:2-Remis. Ein Ergebnis, das die Zebras im Aufstiegskampf nicht weiter bringt.

Am Ende saßen sie schwer enttäuscht da unten auf dem Rasen der schauinsland-reisen-arena und haderten. Auf der Anzeigetafel prangte die 2:3-Niederlage der Braunschweiger in Zwickau. Ein Patzer der Konkurrenz, den die Zebras nicht entscheidend nutzen konnte. Auf Braunschweig sind es weiter drei Punkte Rückstand, die Kickers aus Würzburg sind mit fünf Zählern Vorsprung auf die Duisburger bei noch zwei ausstehenden Partien enteilt. Duisburgs nächster Gegner ist am Mittwoch die Reserve der Bayern aus München, die die Liga mit 64 Punkten anführt.

Das große Aufatmen gab’s für den Anhang des MSV Duisburg schon vor dem Anpfiff: Moritz Stoppelkamp war zurück auf dem Feld und in der Startelf. Mitgebracht hatte der Kapitän der Zebras gleich auch Arne Sicker und Vincent Gembalies. Die Vorzeichen vor dem erneut so richtungsweisenden Match im hart umkämpften Aufstiegsrennen der 3. Liga waren also gut. Und schon beim Aufwärmen merkte man den Gastgebern in der erneut geisterhaft leeren schauinsland-reisen-arena an, dass sie ihre Krise zur Unzeit unbedingt beenden wollten. Stoppelkamp & Co. drückten die Gäste früh in ihre Hälfte und liefen die HFC-Defensive auch ohne den gelb gesperrten Vincent Vermeij aggressiv an.

Aber die Anfangseuphorie verflog schnell. Schon zu Spielbeginn fanden die Hallenser die Lücken der Zebra-Abwehr und kamen zu zwei guten Möglichkeiten. Nach 17 Minuten musste Leo Weinkauf einen Bock seines Vordermanns Marvin Compper ausbügeln - eine gute Aktion des nach seinen zwei spielentscheidenden Fehlern zuletzt besonders im Brennpunkt stehenden MSV-Keepers. Fünf Minuten später war es Vincent Gembalies, der einen erneuten Compper-Fehler beheben musste.Und auch bei der anschließenden Ecke, die Anthony Syhre völlig frei per Kopf zum 1:0 für Halle versenken durfte, machte MSV-Routinier Compper keine gute Figur. Jetzt wirkten die Hausherren förmlich gelähmt. Der HFC roch die Lunte und legte schnell nach: Wieder war es Anthony, der erneut nach einer Ecke per Nachschuss zum 2:0 einschob.

Und genau in dieser Phase, in der sich ein Debakel für den MSV abzeichnete, kam der kurz zuvor für den verletzten Max Jansen eingewechselte Petar Sliskovic und drosch das Leder nach Mickels-Pass zum Anschlusstreffer in die Maschen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hätte der MSV dann auf 2:2 stellen müssen. Aber Ahmet Engin traf alleine vor HFC-Keeper Eisele auf Halbrechts die falsche Entscheidung und legte unerreichbar für Stoppelkamp in die Mitte ab. Der zog Sekunden vor dem Halbzeitpfiff noch mal ab, den Abpraller verpasste Sliskovic knapp.

In Durchgang zwei war es wieder Stoppelkamp, der die ersten beiden guten Möglichkeit hatte, aber jeweils an Kai Eisele im HFC-Tor scheiterte. Kurz darauf retete Bentley Baxter Bahn in höchster Not vor dem einschussbereiten Sliskovic. Der MSV drängte nun energisch auf den Ausgleich, musste aber weiter geduldig bleiben. In der 64. Minute brachte Torsten Lieberknecht mit Lukas Daschner (für Engin), Lukas Scepanek (für Mickels) und Connor Krempicki (für Albutat) drei frische Leute. Der MSV musste jetzt liefern. Eine Niederlage, und der Aufstiegszug wäre so gut wie abgefahren. Die Gäste ließen sich jetzt komplett in ihre Hälfte zurückfallen und probierten nur noch, den Sieg über die Zeit zu bringen. Ein Schuss, der nach hinten los ging. Denn es war Lukas Daschner, der in der 76. Minute flach und trocken von der linken Strafraumgrenze zum verdienten Ausgleich traf. Torsten Lieberknecht peitschte seine Spieler weiter nach vorne; alleine, es brachte am Ende nichts, denn mehr als eine halbe Kopfballchance von Moritz Stoppelkamp und zwei Fast-Eigentore des HFC sprangen nicht mehr raus.

Moritz Stoppelkamp zeigte sich nach dem Abpfiff reichlich bedient. „Es fühlt sich einfach nicht gut an. Wir haben alles reingeschmissen und eigentlich ein gutes Spiel gemacht. Aber momentan läuft einfach vieles gegen uns.“ Abschenken will man beim MSV natürlich gar nichts. „Wir machen weiter, bis nichts mehr geht“, gab der Kapitän die Devis für die verbleibenden beiden Spiele aus.