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MSV Duisburg gewinnt sein Heimspiel gegen Bayern II mit 3:2

MSV gewinnt mit 3:2 gegen Bayern II : Herbstmeisterschaft vorzeitig eingetütet

Der MSV Duisburg muss kurzfristig Stammspieler ersetzen, gewinnt sein Heimspiel gegen die Reserve von Bayern München aber trotzdem mit 3:2 und sichert sich vorzeitig die Herbstmeisterschaft. Die Tore erzielen Tim Albutat und Vincent Vermeij in Halbzeit eins sowie Lukas Scepanik im zweiten Durchgang. Am Ende müssen die Zebras aber noch mal zittern.

Die Reisen an den Niederrhein hätten sich Bayerns Mannschaften an diesem Wochenende schenken können. Nach der 1:2-Niederlage der 1. Mannschaft beim Bundesliga-Spitzenspiel in Gladbach, gab es auch für die Reserve der Münchener beim 1:3 in Duisburg nichts zu holen.

Dabei war es nicht so, dass die Gäste aus Bayern nicht ihre Chancen hatten. Gerade im ersten Durchgang ließen Arne Sicker und Co. den Münchenern mitunter viel Raum. Nur: Die Gäste machten aus den großzügig angebotenen Geschenken der Hausherren nichts. Ganz anders der MSV. Der musste kurzfristig vor dem Anpfiff auf die erkrankten Lukas Boede und Vincent Gembalies verzichten. „Aber wir haben die Situation super angenommen und die Reifeprüfung bestanden“, freute sich MSV-Chefcoach Torsten Lieberknecht, dass seine Jungs sich von den plötzlichen Ausfällen nicht aus der Bahn werfen ließen.

Anders als die jungen Gäste nahm der MSV die Angebote zum Tore schießen gerne an. Bezeichnend der Treffer von Vincent Vermeij zum zwischenzeitlichen 2:0. Da war die Situation eigentlich schon längst geklärt. Am Ende einer kurzen Slapstick-Fehlerkette inklusive gescheitertem Befreiungsschlag landete der Ball auf dem Fuß vom langen Stürmer, der den Ball irgendwie ins Tor stocherte. Auch beim 1:0 spielte der Niederländer die Hauptrolle, als er an der Grundlinie am schnellsten schaltete und Tim Albutat in seinem Rücken im Zentrum bediente, der überlegt zur Führung einschob. Was war noch? Torwart-Trainer Sven Beuckert holte sich eine Rote Karte ab, weil er einen Bayern-Spieler nach Rudelbildung mit dem Ball abschießen wollte. „Das war eine Übersprungshandlung und er weiß, dass es falsch war“, wollte Lieberknecht das Ganze nicht zu hoch hängen.

In Durchgang zwei passierte zehn Minuten lang herzlich wenig, ehe sich die Gäste mit dem 1:2 zurückmeldeten. Zuvor hatte Joshua Bitter seinen Fuß im Strafraum gegen Sarpreet Singh ungeschickt stehen lassen. Kwasi Wriedt bedankte sich und verwandelte den Strafstoß zum Anschluss. Die Bayern witterten kurzfristig ihre Chance und drückten zunächst auf den Ausgleich. Im Gegenzug hatte Tim Albutat in der 60. Minute die Vorentscheidung auf dem Fuß, scheiterte mit seinem Schuss aus gut 16 Metern aber am stark reagierenden Christian Früchtl im Bayern-Kasten. Der Tabellenführer übernahm nun wieder die Kontrolle über die Partie und belohnte sich durch Lukas Scepanik, der in der 67. Minute nach Mickels-Pfostentreffer zum 3:1 traf. Damit war die Partie im Prinzip gelaufen - dachten viele im Stadion. Vermeij legte das Leder bei einem der etlichen Konter noch mal an den Pfosten und Moritz Stoppelkamp scheiterte alleine vor Früchtl. Das sollte sich fast rächen. Denn wieder Wriedt stellte drei Minuten vor dem Abpfiff nach schöner Kombination auf 2:3 Und so mussten die Duisburger zum Schluss noch mal zittern, schaukelten den knappen Heimsieg am Ende aber ins Ziel. Für Sportchef Ivo Grlic zählten aber „nur die drei Punkte“. „Wir haben es uns ein wenig schwer am Ende gemacht, aber ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie die plötzlichen Umstellungen so gut verkraftet hat.“ Das sah auch Tim Albutat so. „Alle, die rein gekommen sind oder auf anderen Positionen gespielt haben, haben es heute super gemacht. Wir machen es als Mannschaft und zusammen gut. Das zeichnet uns eben aus.“

Durch den Sieg haben die Zebras vorzeitig die Herbstmeisterschaft eingetütet. Lieberknecht genießt den Moment, warnt aber vor zu viel Euphorie: „Wir haben einen harten Weg hinter uns und auch noch vor uns. Für den Moment freuen wir uns sehr und sind stolz auf das Erreichte.“