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MSV Duisburg gegen Viktoria Köln

MSV Duisburg verliert zu Hause 1:3 gegen Viktoria Köln : Die Krise ist endgültig perfekt

Angeführt von Rückkehrer Moritz Stoppelkamp spielt der MSV starke erste 30 Minuten gegen Viktoria Köln. Was dann jedoch folgt, ist der Auftritt eines Abstiegskandidaten.

Wie wichtig die Rückkehr von Moritz Stoppelkamp, zumindestens für Selbstbewusstsein und Offensive der Zebras ist, zeigte sich gleich zu Beginn der Partie. Die Hausherren präsentierten sich zunächst geordnet und gut erholt von der Last-Minute-Schlappe gegen Saarbrücken in der Vorwoche. Gut, Viktoria presste bei Weitem nicht so aggressiv wie die Saarländer vergangenen Mittwoch; aber die Zebras wirkten insgesamt gefestigter. Angeführt vom wiedergenesenen Kapitän gab es beim Heimteam schnell Ansehnliches in Sachen Angriffsfußball. So zum Beispiel in Minute 20, als Stoppelkamp einen starken Kamavuaka-Pass per Direktabnahme nur knapp über den Kasten legte. Zwei Minuten später endete eine doppelte Sahne-Doppelpass-Kombination von Vincent Vermeij und Stoppelkamp mit dem 1:0 durch den Kapitän - ein klasse Tor.

Doch Zeit zum Genießen blieb den Duisburgern nicht. Viktoria blies zum Gegenangriff. Und die nun reichlich ungeordneten Zebras konnten sich beim mehrfach stark reagierenden Leo Weinkauf bedanken, dass der Ausgleich erst in der 34. Minute fiel. Beim Kopfball von Timmy Thiele war Weinkauf dann aber machtlos.

Und Viktoria blieb auch in Hälfte zwei stark. Erst hätte Marcel Risse nach zwei Minuten schon auf 2:1 für die Gäste stellen müssen - aber Wilson Kamavuaka blockte den Schuss aus sechs Metern im letzten Moment. Vier Minuten später musste Weinkauf dann hinter sich greifen. Erst zupfte der zuvor getunnelte Tobias Fleckstein elfmeterreif an Timmy Thiele, dann verwandelte Albert Bunjaku den fälligen Strafstoß souverän. Jetzt wurde der MSV regelrecht an die Wand gespielt. Nur zwei Weinkauf-Großtaten in Minute 58 bewahrten die Hausherren vor dem frühen Knockdown. Und zu allem Überfluss verabschiedete sich auch noch Lukas Scepanik in der 59. Minute mit seiner zweiten gelben Karte des Tages vom Rasen. Nun wurde es natürlich besonders schwer für die verunsicherten Gastgeber. Die hatten aber sogar, wieder durch Stoppelkamp, die Möglichkeit aufs 2:2 - doch sein verunglückter Schuss ging nicht auf den Kasten von Sebastian Mielitz. Es folgte noch eine Großchance für Orhan Ademi, den Rest spielten die Kölner dann souverän herunter. Der starkte Marcel Risse drosch das Leder in der 77. Minute zu Vorentscheidung und Endstand über den Scheitel von Leo Weinkauf in die Maschen.

Während der MSV nach erneut schauriger Vorstellung auf Platz 16 im Tabellenkeller festhängt, kletterten die Domstädter auf den 4. Rang. Kommenden Samstag geht’s für den MSV zu Aufsteiger Türkgücü nach München.