MSV Duisburg gegen den FC Köln wurde in der schauinsland-reisen-arena abgesagt

Nach Absage des Köln-Spiels : MSV zum Nichtstun verdammt

Weil der Rasen der schauinsland-reisen-arena beim Drittliga-Heimspiel des KFC Uerdingen gegen Fortuna Köln aufs Übelste umgepflügt wurde, musste der MSV Duisburg sein Heimspiel gegen den 1. FC Köln wegen Unbespielbarkeit des Rasens absagen. Somit konnten die Zebras keine Antwort auf den 4:0-Heimsieg von Tabellen-Keller-KonkurrentSV Sandhausen geben. Der Nachholtermin steht mittlerweile fest: 10. April, 18.30 Uhr.

„Das ist richtig bitter, wir hätten gerne gespielt.“ Torsten Lieberknecht war sauer. Drei Spiele in Serie hatten seine Zebras in der 2. Liga zuletzt nicht verloren. Das Heimspiel gegen den großen FC Köln sollte in der voll besetzten Arena ein Fest werden. Und gegen einen Ausbau der Mini-Serie hätte der MSV-Coach, im Hinspiel zu seinem Einstand in Köln siegreich, ganz sicher auch nichts gehabt. Aber: All das war Makulatur. Denn wer den geschundenen Rasen in der Duisburger schauinsland-reisen-arena gesehen hatte, wusste schnell: Auf diesem zerhackten, knöcheltiefem Sumpf wird ganz sicher kein Profi-Fußballspiel stattfinden.

Der Dauerregen der vergangenen Wochen hatte dem erst zu Beginn des Jahres neu verlegtem Grün bereits arg zugesetzt. Den endgültigen Rest gaben ihm dann die Fußballspieler von Fortuna Köln und dem aktuellen Mieter der schauinsland-reisen-arena, dem KFC Uerdingen. Denn die pflügten den getränkten Rasen bei ihrem Drittligaspiel derart um, dass dieser jetzt erstmal Zeit zur Erholung braucht. Die bekommt er nun. Denn das nächste KFC-Heimspiel findet am 29. März statt, das nächste MSV-Heimspiel wird es wohl erst am 6. April geben, wenn die Lieberknecht-Truppe den kriselnden FC Ingolstadt zum Abstiegsknaller empfängt.

Nein, Fußball sollte auf diesem sumpfigen Etwas aktuell wohl besser nicht gespielt werden. Foto: MSV Duisburg

Ein anderer Konkurrent ist gerade dabei, sich selbst aus dem Abstiegssumpf zu ziehen. Der FC Sandhausen fertigte daheim ein kopfloses St. Pauli mit 4:0 ab. Das ist ärgerlich aus MSV-Sicht, denn der FCS schien bereits auf dem sicheren Weg in Richtung 3. Liga. Das Gute am Schlechten: Der nächste Gegner des MSV nach der Länderspielpause heißt FC St. Pauli.

Trotzdem: Bei aller Freude über die zusätzlichen Einnahmen aus der KFC- Schatulle. Das Mietverhältnis mit den Uerdinger bleibt ein schwieriges. Der schwer erboste MSV-Geschäftsführer Peter Mohnhaupt hat recht, dass das Spiel zwischen Köln und Uerdingen „niemals hätte angepfiffen werden dürfen.“ Wurde es aber. Und der MSV ist nun der Leidtragende. Bei der Fortuna in Düsseldorf wird man genau hingeschaut haben. Denn die Funkel-Truppe darf sich in der kommenden Spielzeit ihr Stadion mit dem KFC Uerdingen teilen. Die Vorfreude bei der Fortuna, die sich bei dieser Entscheidung von der städtischen Veranstaltungsgesellschaft D.Live übergangen fühlt, hält sich in ziemlich überschaubarem Maße ...

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