MSV Duisburg empfängt den FC Ingolstadt in der 2. Liga

MSV empfängt den FC Ingolstadt zum richtungsweisenden Kellerduell. Lieberknecht appelliert: : „Wir brauchen Duisburg“

Spätestens jetzt stehen nur noch wichtige und entscheidende Spiele für den MSV Duisburg im Abstiegskampf der 2. Liga an. Ein besonders richtungsweisendes findet aber am Samstag in Duisburg statt, wenn die Zebras um 13 Uhr den Tabellenletzten aus Ingolstadt empfangen. Torsten Lieberknecht setzt auf die eigenen Fans.

Eine Sache steht schonmal fest: Am Samstag wird den MSV-Fans ein Innenverteidiger-Duo kredenzt, wie es vorher bei einem Pflichtspiel noch nie zusammen in der Konstellation auf dem Platz gestanden hat. Denn mit Dustin Bomheuer und Gerrit Nauber ist die angestammte Innenverteidigung gegen Ingolstadt definitiv außen vor. Während Gerrit Nauber gelbgesperrt zum Zuschauen verdammt ist, laboriert Bomheuer weiterhin an seltsamen Beschwerden, die auch sein Trainer immernoch nicht richtig einorden kann. „Das ist wohl eine Instabilität im Rücken, die ausstrahlt. Er kann normal trainieren, sobald er aber zwei, drei lange Schritte macht, blockiert irgendetwas. Wir stehen alle vor einem Rätsel“, ist Torsten Lieberknecht ein wenig ratlos.

Wer das etatmäßige Innenverteidiger-Duo ersetzt, will der Zebra-Übungsleiter natürlich nicht verraten. Eine Möglichkeit wäre, Youngster Vincent Gembalies neben dem wohl gesetzten Enis Hajri von Beginn an das Vertrauen zu schenken. Eine andere könnte der Einsatz von Joseph Baffoe sein. Eine weitere: Lukas Fröde rückt neben Hajri in die Innenverteidigung.

Wer auch immer aufläuft, wird alles reinwerfen müssen. Denn mit einem Sieg gegen den Tabellenletzten wäre dem Audi-Club aus Bayern, der just mit Jens Keller den vierten Trainer in dieser Saison vor die Tür gesetzt hat, wohl sportlich das Genick gebrochen - und die Zebras hätten sich eines ersten Konkurrenten im Abstiegskampf entledigt. „Die Ingolstädter haben zuletzt harte Schläge einstecken müssen und sind momentan komplett verunsichert. Wenn wir gewinnen, können wir sie richtig distanzieren“, weiß auch Lieberknecht, der sich auf ein Geduldsspiel zweier sehr defensiv auftretender Mannschaften einstellt. „Das wird ein defensiver Abnutzungskampf. Kein Team will ins offene Messer laufen. Wir, und unsere Fans, müssen viel Geduld mitbringen.“ Überhaupt die Fans. Denen komme jetzt auf der Zielgeraden der Saison eine noch gewichtigere Rolle zu. Bei acht noch ausstehenden Spielen dürfen die Zebras fünf Mal vor eigenem Publikum ran. „Wir brauchen Duisburg, wir brauchen die Fans, wir brauchen die Stadt“, bemüht Lieberknecht den Pathos. Nicht nur, aber gerade am Samstag. 12.000 Duisburger Anhänger haben sich angekündigt. Wer weiß, vielleicht werden es ja noch ein paar mehr ...

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