MSV Duisburg beim FC St. Pauli

0:0 - MSV holt einen Punkt bei St. Pauli : MSV holt Punkt, Grlic hadert

Der MSV Duisburg holt beim Auswärtsspiel in St. Pauli beim 0:0-Remis einen Punkt. Sportchef Ivo Grlic hadert nach dem Spiel mit einem nicht gegebenen Strafstoß in Hälfte eins.

Torsten Lieberknecht vertraute zu Beginn Felix Wiedwald, Gerrit Nauber, Kevin Wolze, Andy Wiegel, Fabian Schnellhardt, Lukas Fröde, Tim Albutat, Cauly Souza, Havard Nielsen und John Verhoek. Die ersten beiden dicken Möglichkeiten des Spiels im restlos ausverkauften und wie immer schön überkochenden Millerntorstadion verzeichneten die hoch stehenden und nach zwei 0:4-Klatschen in Folge auf Wiedergutmachung spielenden Hausherren. Bei beiden Abschlüssen durch Meier und nach Buchtmann-Ecke hatten die Zebras großes Glück, nicht schon früh einem Rückstand hinterher laufen zu müssen. „In den ersten Minuten waren wir nicht gut im Spiel und hatten keinen guten Zugriff. Das haben wir dann aber ja schnell geändert“, befand Kapitän Gerrit Nauber nach der Partie.

In der 14. Minute wechselte das Glück die Seiten, denn die Hamburger konnten ziemlich froh sein, dass der eigentlich gut stehende Schiedsrichter Bastian Dankert nach Volleyballeinlage von Daniel Buballa gegen den konternden Cauly Souza im Pauli-Strafraum nicht auf den Punkt zeigte. „Für mich ein glasklarer Elfmeter. Er vergrößert seine Körperfläche, da gibt es eigentlich nichts zu diskutieren“, ärgerte sich MSV-Sportdirektor Ivo Grlic nach dem Abpfiff.

Acht Minuten nach der Cauly-Situation säbelte Havard Nielsen komplett blank aus sechs Metern über den Ball - das hätte die Führung für die nun besseren Duisburger sein müssen. Bis auf einen halbherzigen Hackenabschluss von Alex Meier tat sich dann erstmal nicht mehr viel. Der MSV stand jetzt gut, und den Gastgebern fiel nach vorne nicht viel ein.

In Halbzeit zwei entschieden sich die Hausherren, etwas defensiver zu stehen. Aber auch die Lieberknecht-Elf stand stabil und war auf Absicherung bedacht. Und so passierte zunächst nichts Nennenswertes in der nun immer mehr verflachenden Partie. In der 58. Minute vergab Kevin Wolze aus spitzem Winkel nach feinem Nauber-Pass. In der 65. Minute brauchte es wieder eine Glanztat von Felix Wiedwald, der gegen Christopher Buchtmann mit einer Glanzparade zur Stelle war, um den MSV vor einem Rückstand zu bewahren. Vier Minuten später wieder Buchtmann ‑ diesmal war Gerrit Nauber zur Stelle. Für die letzten 20 Minuten brachte Lieberknecht Ahmet Engin für John Verhoek. Acht Zeigerumdrehungen vor Abpfiff dann nochmal eine Großchance für die Gäste, die Souza aber in Richtung Stadtkirmes statt ins gegnerische Tor abschloss. Und so blieb es am Ende beim 0:0. Ein Punkt, der dem MSV im Zweitliga-Abstiegskampf gut tut und mit dem MSV-Keeper Felix Wiedwald gut leben kann. „Ich bin mir nicht sicher, ob wir einen Schuss aufs Tor abgegeben haben. Beide Teams haben viel taktiert, beide haben nicht viel zugelassen. Wir müssen vorne effektiver werden, aber ich denke, wir müssen zufrieden sein.“

Ein Urteil, dem sich auch sein Kapitän anschloss: „Wenn man den Spielverlauf sieht, ist das schon in Ordnung.“ Vier Mal in Serie ist der MSV nun ungeschlagen. „Das tut gut“, findet auch Gerrit Nauber, „nur leider sind da zu viele Unentschieden bei.“ Kommenden Samstag steigt der Abstiegsgipfel gegen Ingolstadt in Duisburg. Dann muss Gerrit Nauber dank seiner fünften gelben Karte in dieser Spielzeit allerdings zuschauen ...