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: Kein Sieg für stürmische Zebras

: Kein Sieg für stürmische Zebras

Nach einem ganz harten Stück Arbeit sprang für den MSV Duisburg gegen Eintracht Braunschweig nur ein 1:1 (0:1) heraus.

Der MSV startete mit Leroy Mickels für Lukas Scepanik; hinten ersetzte Lukas Boeder den verletzten Compper. Applaus gab es auch für Rückkehrer Vincent Vermeij, der vorerst auf der Bank Platz nahm, es stürmte Münster-Doppeltorschütze Petar Sliskovic. In der ersten Viertelstunde machten hauptsächlich die Zebras das Spiel, ohne allerdings zu nennenswerten Abschlüssen zu kommen. Braunschweig wartete tief stehend mit dicht gestaffelter Abwehr auf Ballgewinne, um seine Vorderleute Pourie und Feigenspann auf die Reise zu schicken; Sicker und Boeder (5.) und Ben Balla (7.) konnten aber Abschlüsse verhindern. Nach zwei Ecken hintereinander für den MSV verhindert Albutat den Braunschweiger Gegenangriff und schickt Engin in den Sechzehner, dessen Flanke pflückt Eintracht-Torhüter Fejzic herunter. Kurz darauf schießt Pourie einen Freistoß aus guter Position halbhoch in die Zebra-Mauer. Auf der Gegenseite schießt Stoppelkamp seinen Freistoß zwar höher in den Sechzehner, aber Fejzic ist zur Stelle. In der 38. Minute hat der schön freigespielte Mickels dnn etwas zu viel Rücklage und setzt seinen Schuss aus weniger als 16 Metern übers Tor. Kurze Zeit später kommt ein Braunschweiger Verteidiger gerade noch vorm einschussbereiten Mickels an den Ball. Die anschließende Stoppelkamp-Ecke köpft Bitter knapp am langen Eck vorbei. In die bis dahin beste Phase der Zebras platzt dann der Braunschweiger Treffer: Die Zebras bekommen einen Freistoß nicht verteidigt, der eingewechselte Ziegele schiebt ins Tor. Mit dem insgesamt unglücklichen Rückstand ging’s in die Kabine.

Im zweiten Durchgang machten es die Betonbraunschweiger den Zebras richtig schwer. MSV-Trainer Torsten Lieberknecht wartete bis zur 59. Minute, dann brachte er Daschner für Mickels und Vermeij für Sliskovic. Und nachdem Engin erst aus spitzem Winkel an Fejzic scheiterte und dann ein Abseitstor bejubelte, setzte er sich in der 74. Minute durch und traf zum hochverdienten Ausgleich.

Und der MSV machte weiter stark Druck, kam zu Abschlüssen im Minutentakt; Daschner und Stoppelkamp verzogen jeweils nur knapp oder scheiterten am langen Torwart Fejzic.

Am Ende blieb es, trotz von den Gästen allerdings auch hart herausgeschundenen fünf Minuten Nachspielzeit, beim 1:1.

„Wenn man nach Duisburg fährt, muss man sich was einfallen lassen, um diese Offensive zu stoppen“, war Gästetrainer Marco Antwerpen mit der Defensiv-Kraftleistung sehr zufrieden. Torsten Lieberknecht: „Für uns war’s total schwierig, diesen tief stehenden Riegel auszuspielen. Wir mussten uns immer wieder Lösungen einfallen lassen, um in ihren Sechzehner reinzukommen. Aber ich zolle meiner Mannschaft allerhöchsten Respekt, sich da durchzukämpfen und die Geduld nicht zu verlieren.“