MSV empfängt Paderborn im DFB-Pokal-Achtelfinale: Heute zählt's für den MSV

MSV empfängt Paderborn im DFB-Pokal-Achtelfinale : Heute zählt's für den MSV

Der MSV kann heute Abend nicht nur sportlich einen ganz wichtigen Schritt nach vorne machen. Auch aus wirtschaftlicher Sicht hat das heutige DFB-Pokal-Achtelfinalspiel eine große Bedeutung für den Meidericher Club.

Mutig, das waren sie die Zebras im Heimspiel gegen die Darmstadt 98. Zumindest in den ersten zwei Dritteln des Spiels. Und diesen Mut will MSV-Cheftrainer Torsten Lieberknecht auch am heutigen Abend sehen, wenn mit dem SC Paderborn die Tormaschine der Liga in der schauinsland-reisen-arena zu Gast ist. Der Anreiz für die Zebras, erstmals seit 2011 wieder in die Runde der letzten Acht vorzustoßen, müsse Anreiz genug sein, findet Lieberknecht: "Es gibt nur Hopp oder Top. Es geht heute darum, etwas Großartiges zu erreichen und wir haben eine große Chance, ins Viertelfinale einzuziehen. Wir haben gesagt, dass wir mutig bleiben wollen. Das ist eine Stärke, die meine Mannschaft jetzt weiter zeigen soll."

Der Gegner, der sich heute vorstellt, ist nur aus MSV-Sicht leider kein Fallobst. Die Paderborner stellen mit 48 erzielten Treffern die torgefährlichste Mannschaft der 2. Liga. Das bekam zuletzt Greuther Fürth zu spüren, die mit 0:6 in Paderborn unter die Räder kamen. In Duisburg erinnert man sich aber ganz gerne an den SCP. Denn der eine von bisher erst zwei Heimsiegen in dieser Spielzeit gelang im November gegen die Westfalen. In der Liga läuft es mit Platz sieben und nur fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz drei ziemlich gut für die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart.

Neben dem sportlichen Aspekt, geht es heute Abend auch um viel Geld. Kommen die Zebras eine Runde weiter, wandern über 1,3 Millionen Euro in Richtung des MSV. Wobei diese Geld dann auch zur Tilgung von Schulden benutzt werden muss, wie MSV-Präsident Ingo Wald im Trainingslager in Portugal nochmals bestätigte. Aktuell drücken den MSV Verbindlichkeiten in Höhe von rund sechs Millionen Euro.

Personell sieht es den Umständen entsprechend gut aus beim MSV. Neben den Langzeitverletzten Christian Gartner und Sebastian Neumann sowie den weiter Angeschlagenen Joseph Baffoe und Borys Tashchy droht nur Enis Hajri wegen einer gegen Darmstadt erlittenen Wadenverletzung pausieren zu müssen.

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