: „Es fühlt sich alles ganz anders an“

: „Es fühlt sich alles ganz anders an“

Lukas Daschner könnte einer der zentralen MSV-Spieler in der kommenden Saison werden. Das neu zusammen gewürfelte Team und die Wertschätzung, die ihm nun entgegengebracht wird, tun ihm sichtlich gut. Zebras starten am 20. Juli gegen Großaspach in die Liga.

. Es hat sich etwas verändert im Gesicht von Lukas Daschner. Beim Training, nach dem Training, vor dem nächsten Training liegt da ziemlich oft ein Lächeln drauf. Das war ganz lange Zeit auch mal ganz anders. Trotz kontinuierlich starker Trainingsleistungen in der vergangenen Saison ergatterte der junge Mittelfeldspieler kaum Spielzeit in der 2. Liga. Klar, es gab trotz der wenigen Spielpraxis auch Highlights für den 20-Jährigen. So zum Beispiel Ende September, als der eingewechselte Youngster beim FC Magdeburg den Treffer zum 3:3-Endstand erzielte und danach strahlend durch die Katakomben des MCC-Stadions stolzierte.

Aber das waren Momentaufnahmen. Die meiste Zeit schien Lukas Daschner grübelnd und in sich gekehrt. In der Kommunikation zwischen Daschner und Trainer Torsten Lieberknecht schien etwas nicht zu stimmen. Lieberknecht betonte stets, dass er sein Talent behutsam aufbauen wolle. Das direkte und konkrete Gespräch mit seinem Nachwuchsmann fand aber wohl nicht allzu oft statt. Und Daschner selber hatte zusehends keine Lust mehr, fast ausschließlich auf der Ersatzbank Platz zu nehmen. Die Unzufriedenheit wuchs. Und damit der Wunsch, etwas zu verändern. Im Winter schien eine Ausleihe schon eingetütet. Am Ende blieb „Daschi“ und arbeitete fleißig weiter.

Das macht sich spätestens jetzt bezahlt. Denn durch den großen Umbruch nach dem Abstieg ist Daschner in der Hierarchie der Spieler ziemlich schnell ziemlich weit nach oben gespült worden. In der Gunst der Fans stand er als „Duisburger Jung’“ eh immer ganz weit oben. Sein Trainer setzt auf ihn, spricht viel und regelmäßig mit ihm, ermutigt ihn und überträgt ihm Verantwortung. Daschner zahlt das Vertrauen und die Wertschätzung mit starken Trainings- und Testspielleistungen zurück. „Es läuft gerade ganz gut für mich, ich mache meine Tore und arbeite hart daran, Stammkraft zu werden. Aber klar, am Ende entscheidet natürlich der Trainer.“

Gut getan hat ihm auch die Fluktuation in der Mannschaft. Mit Fabian Schnellhardt und Lukas Fröde sind zwei zentrale Pfeiler des MSV-Mittelfelds nicht mehr an Bord - und damit der Weg frei für Daschner. „Es fühlt sich ganz anders an. Wir sind ja quasi eine komplett neue Mannschaft. Ich fühle mich ein bisschen, als wäre ich gewechselt und nicht geblieben. Bis jetzt passt alles sehr gut. Die Jungs sind alle in Ordnung. Und wir haben eine sehr gesunde Mischung im Team.“

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