DFB-Pokal, 1. Hauptrunde, MSV Duisburg - SpVgg Greuther Fürth: Die Zebras spielen das Kleeblatt (r)aus

DFB-Pokal, 1. Hauptrunde, MSV Duisburg - SpVgg Greuther Fürth : Die Zebras spielen das Kleeblatt (r)aus

Der MSV Duisburg hat den Zweitligisten Spielvereinigung Greuther Fürth mit 2:0 geschlagen und ist im DFB-Pokal eine Runde weiter. Der Endstand war schon nach 14 Minuten erreicht - und engagiert verteidigt.

Es macht gerade einfach Spaß beim MSV. Nachdem Zebratorhüter Leo Weinkauf nach drei Minuten einen Fallrückzieher entschärft hat, ist im direkten Gegenzug Lukas Daschner nicht aufzuhalten, legt sich den Ball vorm Gästestrafraum schön selbst vor und zieht ins lange Eck; Marius Funk streckt sich vergeblich. "Das wünscht man sich, dass der so kommt", sagt Daschner nach dem Spiel. Es ist Sonntag!

Nach mäßiger Drangphase des Zweitligisten schlägt der MSV erneut zu. Bitter knockt mit einem Zuckerpass auf Mickels die Gästeabwehr aus, der legt ab auf Albutat, der schiebt trocken ein - 2:0 nach einer Viertelstunde. "Wenn man sieht, wie wir das rausgespielt haben", sagt Daschner nachher: "Wir haben einfach wieder Lust auf Fußball!"

Mitte der ersten Halbzeit schnürt der MSV den Gegner aus Fürth regelrecht ein und produziert drei Ecken hintereinander, ein abschließender Seitfallzieher von Mickels geht übers Tor. In der 35. Minute fischt sich Joshua Bitter an der Mittellinie einen Fürther Pass ins Nichts und marschiert durch, nur am Kleblatt-Torhüter Funk kommt er nicht mehr vorbei. Aufregung dann in der 44. Minute, als Caligiuri für seine zweibeinige Grätsche gegen Stoppelkamp nur Gelb sieht; den Schiedsrichter begleiten Pfiffe in die Kabine. Vorher macht Stoppelkamp aber fast noch das 3:0, aber sein Schuss von der Strafraumgrenze geht knapp vorbei. Ist aber jedenfalls ein gutes Fazit der ersten 45 Minuten: Der MSV war fast die ganze Zeit näher am nächsten Tor als Fürth.

Und auch Hälfte zwei beginnt vielversprechend. Stoppelkamp spielt auf Krempicki, der mittig im Strafraum frei zum Schuss kommt, aber drüberschießt. In der 59. Minute ein weiterer scharfer Schuss von Stoppelkamp, den Funk so gerade übers Tor lenken kann. "Das ist vielleicht das einzige, was wir uns ankreiden müssen", so Stoppelkamp nachher, "dass wir nicht mehr Chancen verwertet haben."

Erst langsam macht Fürth den Eindruck, hier nochmal ins Spiel kommen zu wollen. Es gibt dann tatsächlich so etwas wie eine Drangphase, doch der Zweitligist kommt nur selten zum Abschluss. Die MSV-Defensive steht, kann oft genug Situationen spielerisch klären und mit guten Kombinationen hinten raus Konter einleiten, die den Gegner Kraft und spürbar auch Nerven kosten. Dann fällt beinahe doch der Anschlusstreffer: Redondo kommt kurz vorm Fünfmeterraum zum Kopfball, doch Weinkauf wehrt übers Tor ab. Auch nach der anschließenden Ecke wird's gefährlich, aber Weinkauf hält.

Mickels, der für den verletzten Engin in die Startelf gerückt war und viel gelaufen ist, darf in der 79. runter. In den letzten dreizehn Minuten sorgt stattdessen Arnold Budimbu für Entlastung. Die Zebras haben das Spiel jetzt wieder voll im Griff, lassen den Ball gut laufen, und ein Eckenverhältnis von 11:2 für Duisburg darf man ruhig auch mal erwähnen. In der 90. verpasst Stoppelkamp die endgültige Entscheidung nur haarscharf; sein Freistoß knallt an den Pfosten.

"Glückwunsch zum verdienten Sieg. Dabei möchte ich es auch belassen", so das kurze Fazit des sichtlich bedienten Fürther Trainers Stefan Leitl. Tun wir hiermit auch, sind gespannt aufs Los für die nächste Runde und richten den Blick dann erstmal voll auf Zwickau nächsten Samstag, Stoppelkamp: "Das wird ne harte Nuss."

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