MSV empfängt den Nachbarn aus Uerdingen: Derbyzeit in Duisburg

MSV empfängt den Nachbarn aus Uerdingen : Derbyzeit in Duisburg

Am Montagabend empfängt der MSV Duisburg in der 3. Liga den Nachbarclub KFC Uerdingen. Bei den Krefeldern ist die Stimmung nach dem Horrorstart in der Liga aktuell ziemlich gut. Der Ponomarev-Club kommt mit der Empfehlung von vier Spielen ohne Niederlage in Folge. Aber auch die Zebras treten mit breiter Brust an. Anstoß der Partie in der schauinsland-reisen-arena ist um 19 Uhr.

. Seitdem Stefan Effenberg an Bord ist, läuft es tatsächlich beim KFC Uerdingen. Nach einem Horrorstart in der Liga, haben sich die Krefelder zuletzt gefangen. Mit dem neuen Trainerduo Stefan Reisinger und Daniel Steuernagel sowie Manager Effenberg hat ein anderer Ton und der Erfolg beim KFC Einzug gehalten. Seit vier Partien haben die Uerdinger nicht mehr verloren und dabei drei Siege eingefahren. Beim 2:0 gegen Jena konnte der fachkundige Beobachter sehen, dass sich das Spiel des zuvor kriselnden KFC stabilisiert hat. Nach dem frühen Führungstreffer von Tom Boere ließen die Hausherren nicht mehr viel zu. Im Gegenteil: Aus einer stabilen Defensive heraus sorgte Jan Kirchhoff für das Endergebnis, das am Ende sogar noch höher hätte ausfallen müssen.

In Duisburg wird man das alles genau registriert haben. Trotz der neuen Stärke des Derbygegners: Moritz Stoppelkamp Co. werden sich auf ihre eigenen Stärken besinnen - und tun gut daran. Denn auch wenn der 2:0-Sieg in Würzburg einer der glücklicheren war, so hat er doch gezeigt, zu was die Meidericher offensiv in der Lage sind - und dass sie im Nutzen ihrer Möglichkeiten sehr effektiv geworden sind. Dass es auch defensiv besser läuft, zeigte das verloren gegangene DFB-Pokalspiel gegen Hoffenheim. Da präsentierte sich die Zebra-Abwehr stark formverbessert gegenüber dem Würzburg-Spiel. Und mit ein bisschen mehr Präzision und Kaltschnäuzigkeit vor dem TSG-Kasten wäre sogar eine Überraschung gegen den Bundesligisten drin gewesen. Zwei individuelle Fehler führten zu den beiden Gegentreffern. Und so analysierte Sportchef Ivo Grlic nach Spielende leicht sarkastisch: „„Ich glaube, Hoffenheim hat verdient gewonnen. Ich glaube auch, wir haben die beiden Tore gut vorbereitet.“

„Wir können uns nichts vorwerfen“, befand Bitter nach dem Spiel. Klar, die Art der Gegentore war unglücklich, aber: „Oft waren die nicht vor unserem Tor.“ Auch Tim Albutat fand: „Wir können viel Positives für uns mitnehmen.“ Torsten Lieberknecht wollte – von den Gegentoren abgesehen – seiner Mannschaft ebenfalls keinen Vorwurf machen, die sich personell „seit Wochen extrem am Limit“ bewege.

Und so wird es am Montag auch darauf ankommen, wie effektiv die Lieberknecht-Elf regeneriert hat. Die Heim-Fans werden so oder so wie eine Wand hinter ihrer Mannschaft stehen. Denn so ein Derbysieg gegen den ungeliebten Nachbarn wäre doch ein schönes Trostpflaster für das Aus im DFB-Pokal.

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