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Der MSV Duisburg sein Heimspiel gegen den SV Waldhof Mannheim mit 2:3 verloren.

MSV verliert das Spitzenduell gegen Waldhof Mannheim : Der MSV bricht ein

Die Mini-Krise im Jahr 2020 setzt sich fort: Der MSV Duisburg hat das Spitzenspiel der 3. Liga nach einer nur in Halbzeit eins überzeugenden Leistung und 2:0-Führung mit 2:3 gegen den SV Waldhof Mannheim verloren. Vor dem Spiel setzten beide Teams ein starkes Zeichen gegen Rassismus.

In weißen Shirts mit der Nummer 5 von Würzburgs Kwadwo standen sie da auf dem Rasen, die Spieler von MSV und Waldhof. Arm in Arm und in der Sache vereint zeigten sie nach den schrecklichen vergangenen Tagen mit dem Affenlaut-Skandal in Münster und vor allen Dingen der Mordtat von Hanau dem Rassismus symbolträchtig die Rote Karte. Störer während der Schweigeminute? Fehlanzeige! Dafür donnernder Applaus von beiden Fanlagern - ein schönes, starkes Zeichen.

Richtig gut ging es dann auch im Spiel für die Zebras los. Es waren keine vier Minuten gespielt, da nutzte Vincent Vermeij den ersten Angriff der Hausherren und verwertete eine schön Engin-Ablage von Rechts per Kopf zur Express-Führung. Das Tor machte die Zebra-Brust natürlich breit. Und so erspielten sich die Duisburger gegen keinesfalls schwache Gäste leichte Feldvorteile. Zum Ende des ersten Durchgangs kippte die Partei weiter in Richtung MSV, der jetzt ordentlich Dampf vor dem Tor von Mannheims Timo Königsmann machte. Der konnte sich bei zwei Top-Chancen von Vermeij auszeichen, war kurz vor dem Halbzeitpfiff dann aber machtlos: Wieder war es der sehr agile Ahmet Engin, der auf Vermeij im Zentrum ablegte, der aus kurzer Distanz einschob - 2:0 für den MSV.

In Halbzeit zwei kamen beide Teams gut aus der Kabine: Duisburg drückte, aber Waldhof hatte durch Kortes Fernschuss die erste gute Möglichkeit. Und jubelte kurz darauf, als Gianluca Korte in der 54. Minute nach Fehler von Leo Weinkauf im MSV-Kasten zum 1:2-Anschluss abstaubte. „Der geht auf meine Kappe, da trifft mich natürlich die Hauptschuld“, suchte Weinkauf keine Ausreden. Jetzt war das Spiel auf einmal ein anderes. Drei Minute waren nach dem 1:2 vergangen, da brach erneut Jubel im Gästeblock aus: Wieder war es Korte, der diesmal per Elfmeter nach Foul von Ben Balla an Sulejmani das 2:2 besorgte. Duisburg wollte schnell antworten, hatte bei Engins Schuss aus aussichtsreicher Position (62.), beim Konter von Vermeij zehn Minuten später und kurz darauf beim Abschluss aus elf Metern von Lukas Daschner aber ein wenig Pech.

Torsten Lieberknecht wollte nochmal Akzente setzen und brachte in der 77. Minute Connor Krempicki und Leroy Mickels für Lukas Daschner und Tim Albutat ins Spiel. Aber der Doppelwechsel verpuffte. Wie man es macht, zeigten erneut die Gäste, als Waldhof wie beim 1:2 wieder nach einem Gestochere im MSV-Strafraum durch Marco Schuster mit 3:2 in Führung ging.

Dementsprechend bedient präsentierten sich die MSV-Spieler nach der Partie. So zum Beispiel Leo Weinkauf. „So ein Spiel dürfen wir nicht verlieren. Wir spielen eine starke erste Halbzeit und sind drückend überlegen. Und dann verlieren wir die zweite Halbzeit mit 0:3. Das darf nicht passieren und ist extrem bitter für uns.“

Durch die Pleite verpasste es der MSV nach den erneuten Patzern der Konkurrenz aus Ingolstadt und Braunschweig, sich an der Spitze abzusetzen. Am nächsten Sonntag muss die Lieberknecht-Elf in Meppen ran.