Der MSV Duisburg gewinnt mit 2:0 beim FC Würzburger Kickers

MSV gewinnt mit 2:0 in Würzburg : Glück gehabt

Der MSV Duisburg hat sein Auswärtsspiel bei den Würzburger Kickers etwas glücklich mit 2:0 gewonnen und damit den zweiten Sieg in Serie eingefahren. Die Tore für den MSV in einer unterhaltsamen Partie erzielten Moritz Stoppelkamp und Lukas Daschner.

Gästetrainer Michael Schiele hatte vor dem Anpfiff die Favoritenrolle brav in Richtung Duisburg geschoben. Davon war zunächst aber auf dem Rasen nicht viel zu sehen. Das Spiel begann mit einer intensiven Abtast-Phase beider Teams. Die erste Halbchance für die Gäste hatte Leroy Mickels nach schöner Vermeij-Vorlage in der 4. Minute. Nach sieben Minuten durfte sich Fabio Kaufmann per Kopf auf der Gegenseite probieren. Viel mehr passierte vorerst nicht.

Dann kam die 17. Minute und der Sahnepass von Leroy Mickels auf MSV-Goalgetter Moritz Stoppelkamp, der den Ball aus zentraler Position nicht richtig traf, ihn aber doch irgendwie hinter die Linie des Kickers-Kastens brachte - 1:0 für die Gäste. Die engagierten Hausherren waren gegen nun abwartende Zebras um eine schnelle Antwort bemüht, blieben aber trotz guter Spielanlage mit ihren letzten Pässen und Abschlüssen zu ungenau - so wie Luca Pfeiffer, der in der 29. Minute frei vor Leo Weinkauf den Ausgleich erzielen hätte müssen, den Ball aber knapp neben das MSV-Gehäuse setzte. Viel besser machte es auch Patrick Sontheimer in der 35. Minute nicht, als er Weinkauf das Leder aus bester Abschlussposition ziemlich schlapp in die Arme passte. Drei Minute später brannte es wieder lichterloh im MSV-Strafraum, aber Albion Vrenezi brachte den Ball per Kopf frei aus fünf Metern nicht auf das Zebra-Tor. Spätestens jetzt reichte es Leo Weinkauf, der seine Vorderleute ordentlich zusammenpfiff. „Wir haben heute defensiv sicher nicht alles richtig gemacht. Das war eine Phase, in der wir einfach nicht gut standen und ich meinem Ärger mal Luft machen musste“, rechtfertigte sich der MSV-Keeper nach Abpfiff lächelnd.

Entlastung durch die in dieser Phase hinten ziemlich ungeordneten Duisburger? Gab es zunächst nicht. Bis zur 45. Minute, als der wieder mal offensiv überragende Stoppelkamp auf Lukas Daschner chippte, der komplett blank stehend am langen Pfosten nur noch einnicken musste.

In Durchgang zwei ging es auch erstmal wieder recht gemächlich los. Der MSV war auf Absicherung gepolt, den Kickers schienen die Mittel zu fehlen, die Gäste nochmal nachhaltig zu ärgern. Der MSV drängte zaghaft auf die endgültige Entscheidung, war dabei aber irgendwie auch nicht zwingend genug. In der Schlussphase kamen die Hausherren wieder auf, brachten aber abermals beste Torchancen nicht erfolgreich zu Ende. Und so blieb es beim am Ende etwas glücklichen, aber auch nicht unverdienten, 2:0 aus Duisburger Sicht. „Das war ein wirklich schweres Spiel für uns. Am Ende geheb wir als Sieger vom Platz und spielen zu Null, also können wir uns freuen“, nahm Leo Weinkauf die Geschenke der Hausherren gerne an. Sein Trainer Torsten Lieberknecht sah es ähnlich: „Das Spiel hätten wir sicherlich nicht 2:0 gewinnen müssen. Wir hatten sehr viel Spielglück und waren sehr effizienz in der Chancenverwertung. Wir freuen uns über die drei Punkte und machen einen Haken dran.“

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