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: Der doppelte BVB

: Der doppelte BVB

Bevor es zwischen dem 11. und 14. September für den MSV Duisburg in der ersten Runde des DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund geht, treffen die beiden Ruhrgebietclubs am kommenden Samstag, 22. August, beim Cup der Traditionen in der schauinsland-reisen-arena aufeinander. Mit dabei beim Mini-Turnier ist dann auch Feyenoord Rotterdam.

. Der Traditionscup in der Arena findet zum mittlerweile fünften Mal statt. Wie immer dürfen nur Vereine dabei sein, die vor 50 Jahren mindestens erstklassig gespielt haben.

Die Vita von Feyenoord und BVB kann sich sehen lassen. Feyenoord gewann als erste niederländische Mannschaft 1970 den Europapokal der Landesmeister (heute Champions League) und den Weltpokal, wurde 15 Mal Meister und 13 Mal Pokalsieger. In der Saison 2019/20, die nach 25 Spieltagen abgebrochen wurde, lag die Elf von Trainer Dick Advocaat, auf Rang drei. Die Borussia gewann 1966 mit dem 2:1 über den FC Liverpool als erste deutsche Mannschaft überhaupt einen europäischen Wettbewerb. Der amtierende Vize-Meister feierte acht deutsche Meisterschaften und vier DFB-Pokalsiege. Das Vereinshighlight war aber natürlich der Gewinn der Champions League und des Weltpokals 1997.

Obwohl MSV und BVB Mitte September im Pokal gegeneinander antreten, war schnell klar, dass beide Teams auch im vorab schon ins Visier genommenen Cup der Traditionen gegeneinander antreten möchten. Damit ist es ein Testlauf für die Zebras gegen den schier übermächtigen Nachbarn aus dem Pott.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Testspiel für das Pokalduell eine entscheidende Rolle spielen wird. Außer vielleicht, dass sich unsere Chancen erhöhen, je häufiger wir gegen den BVB antreten“, schmunzelte MSV-Sportchef Ivo Grlic nach der Auslosung der ersten Pokalrunde.

Angesichts der Aussicht gegen einen Top-Gegner im eigentlich lukrativen Pokalwettbewerb bestehen zu müssen, und das offensichtlich auch noch ohne die schmerzlindernden Zuschauereinnahmen, hielt sich die Begeisterung nach der Auslosung an der Wedau natürlich in engen Grenzen. Grlic: „Ein schwereres Los gibt es nicht. Wir sind selbstverständlich krasser Außenseiter. An diesem Tag müsste schon sehr viel zusammenpassen, um den BVB überhaupt in Gefahr bringen zu können.“