: Das Pech bleibt Neumann weiter treu

: Das Pech bleibt Neumann weiter treu

Das Kapitel MSV Duisburg ist für Sebastian Neumann bisher ein rabenschwarzes. Verletzung reiht sich an Verletzung. Seit vergangene Woche ist seine Krankenakte offiziell um einen weiteren, tiefgreifenden Eintrag reicher.

. Sebastian Neumann bleibt vom Pech verfolgt. Es war der Oktober 2018, als dem Innenverteidiger, im Sommer zuvor erst aus Würzburg gekommen, seine Hüfte erstmals ernsthafte Probleme bereitete. Sechs Spieltage verpasste der Drittliga-Routinier damals. Kaum wieder einigermaßen genesen, warfen ihn Knieprobleme aus der Bahn. Im Januar diesen Jahres war dann klar: Die immer noch schmerzende Hüfte muss operiert werden. Es folgten Wochen und Monate, in denen der 28-Jährige sich mühsam wieder an die Mannschaft herankämpfen musste. Im Sommer schien das Gröbste überstanden und die Hüfte zu halten. Dafür machten ihm die maladen Knie dann Ende Juli wieder Probleme. Wieder Pause, wieder draußen sitzen, wieder drei Spiele verpassen.

Beim 3:1-Sieg gegen Zwickau am 17. August war Neumann, der kurz nach seiner Verpflichtung einen so starken Eindruck hinterlassen hatte und den Trainer Torsten Lieberknecht eigentlich so gut gebrauchen könnte, dann endlich wieder bei einem Pflichtspiel zurück auf dem Feld. Doch die Freude über die Rückkehr war nicht von Dauer. Zwei Wochen nach dem Zwickau-Einsatz bleibt Neumann beim Testspiel gegen die U19 ohne Gegner-Einwirkung verletzt auf dem Rasen liegen und fasst sich mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Hüfte. „Eine echte Tragödie. Unsere Gedanken sind bei Basti“, zeigte sich Torsten Lieberknecht schockiert. Das Ergebnis spielt nach Abpfiff keine Rolle mehr. Die Sorge um Neumann überschattete alles. Und sie war berechtigt. Denn intensive Untersuchungen in der Duisburger BG Unfallklinik und bei Neumanns Operateur Prof. Michael Dienst in München haben bestätigt, dass die Hüftverletzung aus der vergangenen Saison wieder aufgebrochen ist. Diesmal soll allerdings nicht operiert werden; die Verletzung wird konservativ behandelt. Und so geht es für Neumann statt auf den Rasen in den kommenden Wochen wieder mal zur Reha in die Vita nach Kaiserberg. Wann er zurück im Mannschaftstraining sein kann? Sportchef Ivo Grlic gibt sich da keiner Illusion hin: „Wir wünschen Basti, dass er bald wieder gesund zurück kommt, müssen allerdings davon ausgehen, dass er uns wieder lange fehlen wird.“

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