: Compper will vorangehen

: Compper will vorangehen

Marvin Compper ist nach eineinhalb ernüchternden Jahren bei Celtic Glasgow beim MSV gelandet. Der 34-jährige Routinier will die Chance nutzen, will viel spielen, will vorangehen und die junge Zebrabande führen.

. Es hat nicht gepasst mit Celtic Glasgow und Marvin Compper. Ein Pflichtspieleinsatz in 18 Monaten ist nicht der Arbeitsnachweis, den sich der Ex-Nationalspieler von seinem Einsatz bei den Schotten gewünscht hat. „Es hat leider nicht gepasst. Mir wurde früh mitgeteilt, dass man nicht mehr mit mir plant. Das war schon schade. Ich habe aber trotzdem immer weiter Gas gegeben, meine Erfahrung eingebracht und an die jungen Spieler weiter gegeben.“

Genau diesen Job soll er jetzt auch in Duisburg ausfüllen. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass er bei den Zebras als zentraler Defensivspieler in der am 20. Juli startenden Spielzeit sehr wohl möglichst immer auf dem Platz stehen soll. „Ich habe einen Verein gesucht, wo ich wieder Fußball spielen kann. Jetzt kam die Möglichkeit, dass ein Verein meine Qualitäten braucht und ich einen Verein gebraucht habe, der meine Qualitäten sucht.“ Man habe sich quasi gesucht und gefunden. Aber was sind denn seine Qualitäten? Der 34-Jährige stand 2008 im Aufgebot der Nationalmannschaft. „Ich habe viel gesehen, viel erlebt. Die Erfahrung will ich weiter geben, will vorangehen, will Vorbild sein. Dafür hat Ivo Grlic mich geholt.“ Compper bringt die Erfahrung aus vier verschiedenen europäischen Ligen mit. „Nur 3. Liga, das kenne ich auch noch nicht. Gegen Großaspach habe ich noch nie in meiner Karriere gespielt. Das ist spannend“

In Glasgow stand er auch wegen seiner Verletzungen im Abseits. Er spüre aber, dass da noch genug im Tank sei. Und nicht nur die Spiele in der schottischen Reserveliga zuletzt, die Vorbereitung unter Torsten Lieberknecht plus der Testspieleinsatz über 60 Minuten in Utrecht habe ihm gezeigt, „dass der Körper noch gut funktioniert.“

Auf seine neuen Arbeitskollegen hält Compper große Stücke. „Der Spirit der Truppe ist super. Die Jungs sind hungrig, wollen sich beweisen, wollen, wie ich, ihre Chance nutzen. Da kann was wirklich Schönes entstehen.“

Seinem Team traut er einiges zu. Die „Zeit, Parolen raus zu hauen“ sei jetzt aber nicht. Nach dem zehnten Spieltag könne man schauen, wo man vorerst steht. „Vorbereitung ist das eine, der Wettbewerb noch mal etwas ganz anderes. Aber ich bin guter Dinge, dass wir absolut wettbewerbsfähig sind. Wir sind alle sehr gespannt.“

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