3. Liga: MSV Duisburg siegt mit 2:1 gegen 1860 München

MSV gewinnt mit 2:1 gegen 1860 München : Mit Köpfchen zum Sieg

Der MSV Duisburg hat sein Heimspiel gegen 1860 München mit 2:1 gewonnen. Vincent Vermeij und Lukas Daschner trafen für die Hausherren nach frühem Rückstand per Kopf - und brachten den Sieg im Anschluss abgeklärt nach Hause.

Bei der Aufstellung gab es zwei Überraschungen: Migel-Max Schmeling feierte sein Drittliga-Startdebut und rotierte für den oberschenkelverletzten Arne Sicker in die Startelf. Und auch Max Jansen durfte von Beginn an ran. Magdeburg-Torschütze Leroy Mickels wurde zwar vor dem Anpfiff von den Fans gefeiert, nahm aber trotzdem erstmal auf der Ersatzbank Platz.

Es waren keine 50 Sekunden gespielt, da jubelten die Münchener Fans im vollen Gästeblock: Sascha Mölders durfte unbedrängt auf Links den Ball in den Strafraum legen, wo Prince Ofusu zur Stelle war und den Ball im Gewühl zur frühen Führung ins Netz spitzelte. Der MSV war bemüht, auf die frühe kalte Dusche zu reagieren - und war schnell wieder zurück in der Partie: Debütant Migel-Max Schmeling, zuvor zweimal übel umgegrätscht, chippte den Ball in der 14. Minute von Links perfekt auf Vincent Vermeij, der im Zentrum locker und unbedrängt zum Ausgleich einnicken konnte. „Klar war ich nervös am Anfang, aber mit dem ersten Ballkontakt habe ich das alles abgelegt. Die Mannschaft und die Fans haben mir heute aber auch sehr geholfen“, strahlte der Debütant nach der Partie.

Der MSV übernahm nach dem Remis endgültig das Kommando. Kurz nach dem Ausgleich hätte wieder Vermeij auf 2:1 stellen können, scheiterte aber nach starker Sicker-Flanke mit seinem Kopfball am gut reagierenden Hendrik Bonmann im Münchener Kasten. „Den hat er einfach gut gehalten. Trotzdem hätten wir in dieser Phase oder überhaupt in der ersten Halbzeit die Führung erzielen müssen“, gab Vermeij nach Abpfiff unumwunden zu. Keine Minute nach seiner Möglichkeit dann eine Doppel-Großchance für Moritz Stoppelkamp und Tim Albutat: Erst schaffte es Stoppelkamp nicht, frei aus sechs Metern ins Tor zu treffen, dann bekam Albutat es nicht hin, den Abpraller zu verwerten. Die Gäste spielten aber auch noch mit und hatten in der 31. Minute eine gute Möglichkeit, bei der Philipp Steinhart jedoch per 18 Meter-Freistoß an Leo Weinkauf scheiterte. Mehr passierte in Durchgang eins nicht mehr.

In Hälfte zwei blieb der unauffällige Max Jansen unten, dafür durfte Publikumsliebling Mickels ran. Das schien Tim Albutat irgendwie zu beflügeln, der den Ball nach 90 Sekunden direkt mal an den Pfosten des Gästetors nagelte. Der MSV drückte, 1860 wartete ab. Was keine so gute Idee war. Und weil die Münchener offensichtlich kein Interesse daran hatten, den zentralen Strafraum zu verteidigen, durfte Lukas Daschner in der 52. Minute nach Stoppelkamp-Flanke in kompletter Abwesenheit von Gegenspielern das 2:1 per Kopfball markieren. „Da müssen wir uns besser anstellen, das haben wir in beiden Situationen nicht gut gemacht“, wollte auch Gästetrainer Daniel Bierofka keine Ausreden gelten lassen.

Die Hausherren wollten nun die Entscheidung: Und die hatte in der 59. Minute Stoppelkamp auf dem Fuß, bekam aber im letzten Moment von Steinhart den Ball vom Fuß gespitzelt. Die Gäste mühten sich um den Ausgleich, blieben aber immer wieder in den Reihen der abgeklärt spielenden Gastgeber hängen. Die wiederum hatten ihre Räume, gerade nach der gelb-roten Karte gegen Steinhart, konnten diese aber nicht für einen höheren Sieg nutzen.

Trotzdem war die Stimmung bei den MSV-Spielern nach dem Abpfiff natürlich prächtig. „Die Fans waren richtig elekrisiert heute. Das hat schon Spaß gemacht“, strahlte Migel-Max Schmeling, der auch nochmal betonte, wie wichtig der Sieg für den MSV nach der ungewollten Pause wegen des Dachschadens an der Arena war. „Wir hatten hier jetzt vier Wochen kein Heimspiel und wollten unbedingt wieder gut reinkommen. Außerdem wollen wir aufsteigen, und da war es enorm wichtig, dass wir heute gewonnen haben und oben dran bleiben." Joshua Bitter gab zu, „dass wir den Start heute verpennt haben.“ Die anschließende Reaktion sei aber umso besser gewesen. „Wir haben heute ein kämpferisch und spielerisch richtig gutes Spiel gemacht und vollkommen verdient gewonnen“, fand der Rechtsverteidiger und machte sich zufrieden grinsend auf in Richtung Kabine.

Mehr von Stadt-Panorama